Lützen. Im Burgenlandkreis hat Ministerpräsident Sven Schulze einen Förderbescheid über rund 124,4 Millionen Euro für die Entwicklung eines neuen interkommunalen Industrie- und Gewerbegebietes übergeben. Das Projekt „Interkommunales Industrie- und Gewerbegebiet A9/B91 (IKIG)“ gilt als eines der zentralen Strukturwandelvorhaben der Region.
Die Förderung stammt aus Mitteln des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt im Rahmen des Investitionsgesetzes Kohleregionen. Ziel ist der Aufbau eines modernen, nachhaltigen Wirtschaftsstandortes im Süden Sachsen-Anhalts.
An dem Projekt sind der Burgenlandkreis sowie die Städte Weißenfels, Hohenmölsen und Lützen beteiligt. Gemeinsam wollen sie ein rund 300 Hektar großes Industrie- und Gewerbegebiet entwickeln. Die Fläche liegt in unmittelbarer Nähe zu den wichtigen Verkehrsachsen A9 und B91 und soll langfristig Perspektiven für etwa 4.000 neue Arbeitsplätze schaffen.
Ministerpräsident Sven Schulze betonte bei der Übergabe des Förderbescheids die Bedeutung des Projekts für die wirtschaftliche Entwicklung der Region: „Mit diesem neuen Industrie- und Gewerbegebiet schaffen wir echte Perspektiven für den Süden Sachsen-Anhalts. Hier entsteht Raum für Unternehmen, für Investitionen und für gute Arbeitsplätze. Davon profitieren die Menschen vor Ort und unser Wirtschaftsstandort insgesamt.“
Das geplante Industriegebiet wird sich aus drei Teilflächen zusammensetzen, die auf den Gebieten der beteiligten Städte liegen. Neben der wirtschaftlichen Entwicklung steht auch die Energieversorgung der Zukunft im Fokus. Der Standort soll möglichst nachhaltig betrieben werden und gute Voraussetzungen für die Nutzung von grünem Strom aus regionalen Energiequellen bieten.
Darüber hinaus könnte künftig auch eine Anbindung an das bundesweite Wasserstoff-Kernnetz entstehen. Damit würden sich zusätzliche Standortvorteile ergeben, etwa der Zugang zu klimafreundlichen Energieträgern für ansiedlungswillige Unternehmen.
Mit dem Projekt setzen Land und Kommunen ein deutliches Signal für den Strukturwandel in der ehemaligen Kohleregion und für neue wirtschaftliche Perspektiven im Burgenlandkreis.
Gunnar Redmer





