Vorträge und Diskussionen auf dem 1. Mitteldeutschen Speditionstag, Foto: L. Teschner

2. Mitteldeutscher Speditionstag

Branche zwischen Ladeinfrastruktur, Fachkräftemangel und Zukunftsstrategien

Die Transport- und Logistikbranche steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Technologische Innovationen, steigender wirtschaftlicher Druck und strukturelle Veränderungen fordern Unternehmen gleichermaßen heraus. Vor diesem Hintergrund lädt die Kooperation aus SVQ-Akademie, MIT Mittelstands- und Wirtschaftsunion sowie S&G Automobil GmbH zum 2. Mitteldeutschen Speditionstag ein.

Die Veranstaltung findet am 29. April 2026 von 09:30 bis 16:00 Uhr im Kulturhaus Leuna statt und knüpft an den erfolgreichen Auftakt vom 08. Mai 2025 an.

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Von der Diskussion zur Umsetzung

Ein Schwerpunkt der Tagung liegt auf dem Thema Ladeinfrastruktur. Während alternative Antriebe vor wenigen Jahren noch vor allem Zukunftsvision waren, rückt inzwischen die konkrete Umsetzung in den Fokus. Modulare Schnellladesysteme – etwa sogenannte Powercube-Lösungen – zeigen, wie flexible Ladeinfrastruktur auf Betriebshöfen realisiert werden kann.

Parallel gewinnen Lithium-Batterien als Schlüsseltechnologie für Nutzfahrzeuge weiter an Bedeutung. Höhere Reichweiten, verkürzte Ladezeiten und zunehmende Marktreife verändern die wirtschaftliche Bewertung elektrisch betriebener Fahrzeuge. Zugleich stellen sich Fragen zur Netzkapazität, Sicherheit und Investitionsplanung.

Der Speditionstag will aufzeigen, welche Fortschritte im vergangenen Jahr erzielt wurden – und wo weiterhin Handlungsbedarf besteht.

Fachkräftemangel bleibt zentrale Herausforderung

Ein zweites zentrales Thema ist der Personalbereich. Der Fachkräftemangel betrifft längst nicht mehr nur Berufskraftfahrerinnen und -fahrer. Auch in Disposition, Fuhrparkmanagement, Werkstätten und im Führungsbereich fehlen qualifizierte Fachkräfte.

Gleichzeitig verändern sich die Anforderungen an die Ausbildung. Digitalisierung, alternative Antriebstechnologien und nachhaltige Logistikprozesse erweitern das Berufsbild deutlich. Hinzu kommt die Frage der Unternehmensnachfolge, insbesondere im mittelständisch geprägten Transportgewerbe. Viele Betriebe stehen vor einem Generationenwechsel.

Die Veranstalter setzen daher auf praxisnahe Diskussionen zu modernen Ausbildungsinhalten, Recruiting-Strategien, Employer Branding sowie Führung im Wandel.

Perspektiven für eine zukunftsfähige Logistik

Unter dem Leitgedanken „Zukunft sichern, Wandel gestalten“ soll der Speditionstag über Einzelfragen hinaus ein gemeinsames Zukunftsbild entwickeln. Themen wie Sharing-Modelle oder das sogenannte TruckCharge-Network stehen beispielhaft für neue Kooperationsformen innerhalb der Branche.

Zugleich versteht sich die Veranstaltung als Plattform, um Anliegen der Transport- und Logistikwirtschaft gebündelt in Kommunal-, Landes- und Bundespolitik zu tragen. Auch nach dem Veranstaltungstag soll der Austausch über eine offene Kommunikationsplattform fortgeführt werden.

Mit dem 2. Mitteldeutschen Speditionstag setzen die Veranstalter ein Signal: Die Branche will die Transformation nicht nur begleiten, sondern aktiv gestalten.

Falk Morgenstern

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