Übergabe der Ehrenurkunde zum 25 Jahre EMAS bei der LEUNA-Harze GmbH, Foto: S. Theis

25 Jahre gelebter Umweltschutz – EMAS bei der LEUNA-Harze GmbH

Die LEUNA-Harze GmbH ist ein führender Hersteller von Epoxidharzen in Europa und betreibt seit dem Jahr 2000 ein nach EMAS zertifiziertes Umweltmanagementsystem. EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) ist das weltweit anspruchsvollste Umweltmanagementsystem, bei dem sich Unternehmen freiwillig verpflichten, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern und über gesetzliche Vorgaben hinauszugehen.

EMAS-geprüfte Betriebe müssen:

  • Alle relevanten Umweltvorschriften einhalten
  • Ihre Umweltziele regelmäßig überprüfen und anpassen
  • Ihre Fortschritte in einer transparenten Umwelterklärung offenlegen
  • Sich von unabhängigen Gutachtern validieren lassen

Anlässlich des 25-jährigen EMAS-Jubiläums erhielt die LEUNA-Harze GmbH, vertreten durch Dr. Birkner, am 11. März 2025 eine Ehrenurkunde von Hendrik Senkbeil, Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Halle-Dessau, und Silvana Theis, Sachbearbeiterin Energie und Umwelt der IHK Halle-Dessau.

Für ein energieintensives Chemieunternehmen wie die LEUNA-Harze GmbH ist es essenziell, regelmäßig Einspar- und Effizienzpotenziale zu identifizieren. Mit der jährlichen EMAS-Umwelterklärung setzt sich das Unternehmen ambitionierte Ziele zur Verbesserung, beispielsweise durch die Optimierung von Anlagen und die Anpassung von Produktionsprozessen.

Dr. Klaus-Peter Kalk, (ehemaliger Operativer Leiter der LEUNA-Harze GmbH – bis Mai 2024), betont, dass die EMAS-Zertifizierung nicht nur dem Umweltschutz dient, sondern auch wirtschaftliche Vorteile bringt. So führt die Zertifizierung zu einer teilweisen Befreiung von der EEG-Umlage, was zu erheblichen Kosteneinsparungen führt.

Die LEUNA-Harze GmbH plant, bis 2035 vollständig auf erneuerbare Energien in den Produktionsprozessen umzusteigen und setzt bereits seit 2021 verstärkt auf den Einsatz nachwachsender Rohstoffe in der Produktion.

„Für die LEUNA-Harze GmbH stellt die EMAS-Zertifizierung ein zentrales Element nachhaltigen Wirtschaftens dar und bildet einen wichtigen Bestandteil der Strategie ‚Move to green‘. Umso größer ist der Stolz darüber, dass das Unternehmen bereits seit 25 Jahren nach EMAS zertifiziert ist. Auch in Zukunft wird LEUNA-Harze gemeinsam mit der IHK Halle-Dessau und der zuständigen Prüfbehörde engagiert daran arbeiten, die umweltgerechte Produktionsweise fortzuführen und kontinuierlich weiterzuentwickeln.“

Gunnar Redmer

Leuna Dialog 2026: Branchentreff mit Signalwirkung

Leuna Dialog 2026: Branchentreff mit Signalwirkung

Leuna. Wenn sich am 23. April 2026 im cCe Kulturhaus die Türen öffnen, wird eines schnell deutlich: Der Leuna Dialog ist längst mehr als eine klassische Standortmesse. Bereits zum 21. Mal bringt die Veranstaltung Unternehmen, Dienstleister und Entscheider der chemienahen Industrie zusammen – und setzt damit ein starkes Zeichen in herausfordernden Zeiten. Mit über 120…

Kolloquium in Merseburg: Fortschritte bei klimaneutralen Kraftstoffen im Fokus

Kolloquium in Merseburg: Fortschritte bei klimaneutralen Kraftstoffen im Fokus

Merseburg. Am 16. April 2026 lädt der Verein Sachzeugen der Chemischen Industrie (SCI e.V.) zum 285. Kolloquium an die Hochschule Merseburg ein. Ab 17 Uhr spricht Prof. Dr. Manfred Aigner, ehemaliger Koordinator für nachhaltige Kraftstoffe am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), über den aktuellen Stand der Power-to-Liquid-Anlage (PtL) am Chemiestandort Leuna. Im Mittelpunkt…

»Die Hütte brennt«

»Die Hütte brennt«

Wir sprachen mit Nora Schmidt-Kesseler, Hauptgeschäftsführerin des Verbandes der Chemischen Industrie e.V. Landesverband Nordost über die Zukunft der Chemie in Sachsen-Anhalt.

AGROFERT investiert 120 Millionen Euro: Schulze stärkt Chemiestandort Sachsen-Anhalt in Prag

AGROFERT investiert 120 Millionen Euro: Schulze stärkt Chemiestandort Sachsen-Anhalt in Prag

Prag/Wittenberg. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hat bei einer Delegationsreise nach Prag erfolgreich für den Industriestandort seines Bundeslandes geworben. Im Mittelpunkt eines Treffens mit der Führung des tschechischen Industriekonzerns AGROFERT stand die Zukunft der Chemieindustrie – mit konkreten Ergebnissen für Sachsen-Anhalt: Der Konzern kündigte zusätzliche Investitionen in Höhe von insgesamt 120 Millionen Euro am Standort Lutherstadt…

Sachsen-Anhalt setzt auf Kohlenstoffkreislauf – Diskussion über Carbon-Management im Mitteldeutschen Revier

Sachsen-Anhalt setzt auf Kohlenstoffkreislauf – Diskussion über Carbon-Management im Mitteldeutschen Revier

Magdeburg. Wie kann Klimaschutz gelingen, ohne industrielle Wertschöpfung zu gefährden? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Veranstaltung „Quo vadis CMS-Strategie Sachsen-Anhalt?“, zu der der CarbonCycleCultureClub (C4) Ende Februar in den H2O-Turmpark in Magdeburg eingeladen hatte. Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Industrie diskutierten über die Zukunft der Kohlenstoffkreislaufwirtschaft im Mitteldeutschen Revier. Moderiert wurde die Runde von…