Eine Krebserkrankung stellt nicht nur für die Betroffenen selbst eine enorme Herausforderung dar, sondern belastet auch ihr persönliches Umfeld erheblich. Studien zeigen, dass bis zu 40 Prozent der Angehörigen Symptome wie Depressionen oder Angst entwickeln. Mit dem digitalen Angebot „Familiencoach Krebs“ möchte die AOK gezielt Unterstützung bieten und helfen, Überlastung vorzubeugen.
Viele Familienmitglieder und Freunde stehen vor der schwierigen Aufgabe, Beruf, Alltag und die Begleitung eines schwer erkrankten Menschen miteinander zu vereinbaren. Der Familiencoach setzt genau hier an: Er soll dabei helfen, emotionale, körperliche und soziale Belastungen besser zu bewältigen und die eigene Gesundheit nicht aus dem Blick zu verlieren.
Das kostenfreie Online-Programm ist für alle Interessierten zugänglich und modular aufgebaut. Nutzerinnen und Nutzer können die Inhalte flexibel und nach individuellem Bedarf abrufen. Die Informationen werden verständlich in Texten und Videos vermittelt und basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Thematisch reicht das Angebot von der eigenen Stressbewältigung über den Umgang mit schwierigen Gefühlen wie Angst, Wut oder Frustration bis hin zu zwischenmenschlichen Herausforderungen. So werden etwa Strategien für Gespräche mit Erkrankten, der Austausch mit Kindern über die Diagnose oder auch Auswirkungen auf Partnerschaft und Sexualität behandelt. Auch sensible Themen wie die palliative Versorgung finden Berücksichtigung.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Wissensvermittlung rund um die Krankheit selbst. Denn Unsicherheit gehört zu den größten Belastungen für Angehörige. Wer gut informiert ist, kann Erkrankte nicht nur besser verstehen, sondern sie auch bei wichtigen Entscheidungen unterstützen.
Entwickelt wurde der Familiencoach Krebs in Zusammenarbeit mit betroffenen Angehörigen sowie Expertinnen und Experten des Universitätsklinikums Leipzig und des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums.
Neben diesem Angebot stellt die AOK weitere Online-Coaches zu unterschiedlichen Themen bereit, etwa zu Depression, Pflege oder Kinderängsten. Ziel ist es, Menschen in verschiedenen Lebenssituationen niedrigschwellige Hilfe anzubieten.
Darüber hinaus betont die AOK die Bedeutung der Krebsfrüherkennung. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können entscheidend dazu beitragen, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und die Heilungschancen deutlich zu verbessern.
Für Betroffene und Angehörige bietet zudem die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft Unterstützung an – von psychosozialer Beratung über Selbsthilfegruppen bis hin zu Informationsangeboten. Ziel ist es, Ängste abzubauen und den Umgang mit der Erkrankung zu erleichtern.
Aok Sachsen-Anhalt





