Neue AzubMe-App hilft bei der Suche nach den richtigen Auszubildenden, Foto: Adobe 867651972

AzubMe – Ein neuer Weg der Azubi-Gewinnung

Die Suche nach Auszubildenden stellt viele Unternehmen und Betriebe vor immer größere Herausforderungen. Es müssen meist viele verschiedene Wege gegangen werden, um die Fachkräfte von morgen auf Sie aufmerksam zu machen und letztendlich für Ihr Unternehmen gewinnen zu können. Dies erfordert zeitliche und finanzielle Ressourcen.

Die Merseburger Innovations- und Technologiezentrum GmbH (MITZ) startet daher ein neues Projekt, mit dem sie Unternehmen und die Region im Rahmen dieser Aufgabe unterstützen möchten und stellt daher mit der AzubMe-App einen neuen Weg der Azubi-Gewinnung vor – einfach, zeitgemäß und kostenfrei, basierend auf dem Prinzip einer Dating-App. https://www.mitz-merseburg.de/de/azubme.html

Unternehmen erstellen in wenigen Schritten ein Profil und veröffentlichen ihre Ausbildungsangebote. Daneben können sie ebenfalls Praktikumsplätze, Angebote für duales Studium oder Bundesfreiwilligendienste auf dieser Plattform veröffentlichen. Interessierte Jugendliche können sich per App und im Falle eines beidseitigen Matches direkt mit den Unternehmen vernetzen – ohne komplizierte Bewerbungsprozesse oder Umwege.

Die App namens AzubMe stammt von einem Entwicklerteam aus Süddeutschland und ist bereits seit einigen Monaten in den einschlägigen App-Stores kostenfrei zum Download verfügbar. Die MITZ GmbH, die sich nach dem Geschäftsführerwechsel ebenfalls in einem Umstrukturierungsprozess befindet, versteht sich künftig verstärkt als Wirtschaftsfördergesellschaft vorrangig für die Region südlicher Saalekreis und hier explizit für die industrielle Achse Merseburg-Schkopau-Leuna.

„In dieser Funktion sehen wir in der Unterstützung bei der großen Herausforderung der Fachkräftegewinnung bzw. überhaupt der Bindung junger Talente an Unternehmen aus der Region eine unserer Aufgaben. Dieser wollen wir nun unter anderem durch dieses Projekt mit AzubMe gerecht werden,“ erklärt Kevin Löber, Geschäftsführer der MITZ GmbH.

Das Projekt richtet sich an alle Unternehmen mit Sitz in der sogenannten HoMe-Region (Region um die Hochschule Merseburg, ein Verbund von Hochschule, MITZ, den Städten Merseburg, Leuna, Mücheln, Braunsbedra, Bad Lauchstädt, Bad Dürrenberg und der Gemeinde Schkopau).

Unternehmen, die in der vorgenannten Region ihren Sitz oder eine Niederlassung haben, können sich fortan kostenfrei auf einem Web-Dashboard registrieren und dort ihr Unternehmensprofil sowie entsprechende Angebote (Ausbildungsplätze, Ferienarbeit, Praktikumsplätze, duales Studium, Bundesfreiwilligendienste) platzieren.

Eine Freigabe des Unternehmensprofils erfolgt durch die MITZ GmbH, um somit sicherzustellen, dass auch nur Unternehmen aus der begünstigten Region zum Zuge kommen.

Schülerinnen und Schüler wiederum müssen sich die App herunterladen und können dann einfach per Smartphone ein Profil mit eigenen Interessen anlegen, einen Suchradius eingeben und bekommen dann durch einen intelligenten Algorithmus entsprechende Angebote von Unternehmen angezeigt, zu denen sie per swipen Interesse oder eben Desinteresse signalisieren können.

Der Vorteil ist, dass die jungen Menschen so ohne gezielte Suche über Suchmaschinen, Homepages oder Stellenportale gegebenenfalls interessante Angebote zu den von ihnen angegebenen Präferenzen angezeigt bekommen – mitunter auch solche, nach denen sie vielleicht nicht gesucht hätten bzw. von Unternehmen, die einem nicht zwingend sofort in den Sinn kommen.

Signalisiert ein Jugendlicher Interesse, bekommt dies das Unternehmen angezeigt, das nun wiederum das Profil des Jugendlichen sieht. Gefällt dieses, kommt ein Match zustande und beide Seiten werden direkt per Chat über die AzubMe-App miteinander verbunden. Dadurch entfällt zunächst das meist langwierige und für junge Menschen vielleicht abschreckende Prozedere der Bewerbung.

Das Projekt ist Mitte Januar gestartet. Einige Kommunen (meist kleinere aus den alten Bundesländern) führen dies bereits seit einigen Monaten durch. „In Sachsen-Anhalt bzw. im mitteldeutschen Raum sind wir nun die zweite Region nach dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld,“ informiert Kevin Löber. „Wir gehen zunächst in die Unternehmensansprache, um einen Grundstock an Angeboten aufzubauen, bevor wir ab ca. März auf die Jugendlichen zugehen wollen.“

 
MITZ GmbH

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