Impressionen vom BAL-Sommercamp 2025, Fotos: L. Teschner

BAL-Sommercamp 2025 – Berufsorientierung mit Fun Faktor

Auch in diesem Jahr bot die Bildungsakademie Leuna GmbH (BAL) interessierten Jugendlichen wieder spannende Einblicke in die Welt der Chemie-, Elektro- und Metallberufe. Vom 30. Juni bis zum 4. Juli konnten die 21 Teilnehmer des BAL-Sommercamps in zwei Gruppen ihr Geschick in den verschiedenen Bereichen testen und mehr über die Ausbildungsberufe am Standort erfahren. Berufsorientierung, die Spaß macht, da sind sich die jungen Leute einig.

In der Metallwerkstatt herrschte beim Besuch unserer Redakteurin am Dienstag geschäftiges Treiben. Die Jungs der ersten Gruppe waren ganz vertieft in ihre Arbeit. Jeder von ihnen durfte einen Metallwürfel fertigen. Es wurde angerissen, gekörnt, gebohrt, entgratet, poliert und gebürstet. Mittendrin stand Michel Heyner, gab Tipps und beantwortete die Fragen der Jugendlichen. Er ist Ausbilder für Zerspanungsmechaniker und seit sieben Jahren bei der BAL. Unterstützt wurde er von Max und Phil, zwei Industriemechaniker-Azubis im 1. Lehrjahr, die den Sommercamplern aus erster Hand über ihre Erfahrungen bei der BAL berichteten und auf die Einhaltung des Arbeitsschutzes achteten.

In einem benachbarten Raum war indessen die zweite Gruppe dabei, ihr Geschick und ihre Kreativität bei der dekorativen Aufwertung eines Vogelhäuschens unter Beweis zu stellen. Dazu war eine Fertigungslinie im Werkstattprinzip aufgebaut – u. a. mit kleiner Fräsmaschine, Säge und Ständerbohrmaschine. Unter Anleitung von Silke Richter, Dozentin im Bereich Qualifizierung bei der BAL, lernten die Schülerinnen und Schüler, wie sie richtig anreißen, messen und die verschiedenen Maschinen dazu nutzen, um die Holzplättchen zum Verschönern ihrer Vogelhäuschen zu fertigen.

Die 11-jährige Katharina aus Leuna ist eines der drei Mädchen, die das BAL-Sommercamp besuchten und die jüngste Teilnehmerin in der Gruppe. Sie ist durch den Girl’s & Boy’s Day auf das Berufsorientierungsprojekt aufmerksam geworden und hatte sichtlich Spaß daran, sich an den verschiedenen Stationen auszuprobieren.

Ebenso wie Ole aus Braunsbedra. Der 14-Jährige zeigte sich sehr geschickt und erzählte, dass er seinem Vater in der heimischen Werkstatt schon öfter über die Schulter schauen und auch mitwerkeln durfte. Er möchte später einmal Mechatroniker oder Chemikant werden.

Toni aus Tollwitz ist durch die Messe Chance 2025 auf das Sommercamp aufmerksam geworden. Davor hatte der 15-Jährige schon ein Schülerpraktikum bei der TotalEnergies Raffinerie absolviert. Besonders gut hat es ihm im Labor gefallen. Er möchte später gern in der Region bleiben und lobt das Angebot der BAL, in verschiedene Ausbildungsberufe „reinschnuppern“ zu können. Dies unterstrichen auch Moritz aus Dieskau und Otto aus Spergau, die sich beide schon vom Handball kennen und die Teilnahme am Sommercamp nutzten, um sich beruflich zu orientieren.

Lenny aus Bad Dürrenberg und Jamie aus Leuna waren begeistert von den Experimenten am Montag im Labor. Mit leuchtenden Augen berichteten die beiden, wie sie eine Kupfermünze in ein goldglänzendes Stück verwandelt haben, was passierte, als sie Cola mit Rohrfrei mischten und wie sie Glasperlen herstellten.

Leon und Phillip aus Schkopau können sich eine Ausbildung im Handwerk oder in der Chemie gut vorstellen und waren schon gespannt auf die nächsten Stationen, die tags darauf auf dem Programm standen, z. B. der Besuch des Fachbereichs Pneumatik und der Bau einer einfachen pneumatischen Schaltung sowie die Vorführung einer geänderten Schaltung mit Automatikbetrieb.

Ein Highlight für alle war die Rundfahrt über den Chemiestandort in Leuna am letzten Tag des BAL-Sommercamps. Hier erfuhren sie, welche Unternehmen es vor Ort gibt und wie groß ihre Chancen sind, einen attraktiven Ausbildungs- und Arbeitsplatz in der Region zu finden.

Das Fazit der Jugendlichen fiel rundherum positiv aus. Sie haben viel Neues gelernt, ihre Fähigkeiten getestet und Freundschaften geschlossen. „Und vielleicht“, sagt Lisa Hoppe, Marketingspezialistin der BAL, bei der Verabschiedung, „sehen wir uns demnächst bei der Lehrjahreseröffnung wieder.“

Birgit Brockmann

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