Leuna. Am kommenden Montag, 6. Juli, beginnen im Saalekreis umfangreiche Sanierungsarbeiten auf der Bundesstraße 91. Betroffen ist der vierstreifige Abschnitt zwischen Leuna und der Grenze zum Burgenlandkreis in Fahrtrichtung Weißenfels. Für die Erneuerung investiert das Land Sachsen-Anhalt rund 5,5 Millionen Euro.
„Gut fünfeinhalb Millionen Euro werden in die Erneuerung der Richtungsfahrbahnen Weißenfels zwischen Leuna und der Grenze zum Burgenlandkreis investiert“, erklärte Sachsen-Anhalts Verkehrsministerin Dr. Lydia Hüskens vor dem Baustart.
Auf einer Strecke von mehr als drei Kilometern wird die Fahrbahn grundhaft erneuert. Zunächst werden die vorhandenen Asphaltschichten bis zu einer Tiefe von 26 Zentimetern abgefräst. Anschließend ersetzen die Bauleute die nicht mehr tragfähige Schottertragschicht durch einen vollgebundenen Oberbau. Die neue Asphaltkonstruktion erhält eine Gesamtdicke von 42 Zentimetern. Darüber hinaus werden entlang der Strecke zusätzliche Fahrzeugrückhaltesysteme (Leitplanken) installiert.
Für Verkehrsteilnehmer bedeutet die Baumaßnahme bis Ende November erhebliche Einschränkungen. Die Arbeiten erfolgen in vier Bauphasen. In der ersten Phase werden auf beiden Richtungsfahrbahnen die Überholspuren gesperrt, wodurch es zu Verkehrsraumeinschränkungen kommt.
In der zweiten Bauphase wird der gesamte Verkehr in beide Fahrtrichtungen über die Richtungsfahrbahn Merseburg geführt. An den Knotenpunkten mit der Kreisstraße K 2174 (östlicher Ast) sowie an der Zufahrt zur Papierfabrik werden Ampelanlagen eingerichtet. Dadurch bleiben unter anderem die direkte Verbindung zur Anschlussstelle Bäumchen der A 38 sowie die Verkehrsbeziehungen aus Richtung Merseburg erhalten. Der westliche Ast der K 2174 wird währenddessen als Sackgasse ausgewiesen. Eine großräumige Umleitung führt über die Landesstraßen 178 und 180 sowie die Kreisstraße 2169.
Zusätzlich erschwert eine weitere Baustelle auf der A 38 die Verkehrssituation. Zwischen den Anschlussstellen Merseburg-Süd und Merseburg-Nord finden ebenfalls Bauarbeiten statt, sodass die A 38 aufgrund zeitweiliger Sperrungen der Anschlussstelle Merseburg-Süd nur eingeschränkt als Ausweichstrecke genutzt werden kann.
In den Bauphasen drei und vier wird der Verkehr zwar wieder getrennt auf den beiden Richtungsfahrbahnen geführt, dennoch bleiben die Überholspuren weiterhin gesperrt. Die Querungsmöglichkeit für Radfahrer am Knotenpunkt B 91/Papierfabrik bleibt während der gesamten Bauzeit bestehen.
Nach derzeitiger Planung sollen alle Arbeiten bis zum 27. November abgeschlossen sein.
Falk Morgenstern





