Gruppenfoto auf der Treppe vorm cCe Kulturhaus, erstmals in der Geschichte der BAL in verschneiter Kulisse, Foto: L. Teschner

Bildung ist Zukunft

Dreieinhalb Jahre haben sie gelernt, Erfahrungen gesammelt, so manche Hürde überwunden und dabei Ausdauer und Verantwortungsbewusstsein gezeigt – die 66 Auszubildenden aus 38 Unternehmen. Jetzt haben sie ihre fachpraktische Ausbildung bei der Bildungsakademie Leuna (BAL) abgeschlossen und am 30. Januar 2026 im Rahmen einer feierlichen Freisprechung im cCe Kulturhaus Leuna ihre IHK-Bescheinigungen zum Bestehen der Abschlussprüfung in Empfang genommen.

In ihrer Eröffnungsansprache würdigte Uta Quasdorf, Leiterin berufliche Bildung bei der BAL, die auch die Moderation der Festveranstaltung übernommen hatte, das Engagement der Jugendlichen. „Sie, liebe Auszubildende, stehen heute im Mittelpunkt und haben sich das redlich verdient. In den hinter Ihnen liegenden Abschlussprüfungen haben Sie gezeigt, dass Sie dazu fähig sind, ab sofort auf Facharbeiterniveau zu arbeiten.“

Impressionen von der Festveranstaltung anläßlich der Freisprechung der Auszubildenden der BAL, Fotos: L. Teschner und B. Brockmann

Welche zentrale Bedeutung der Facharbeiterabschluss hat, unterstrichen Sachsen-Anhalts Bildungsminister Jan Riedel, Landtagsabgeordneter Sven Czekalla, Leunas Bürgermeister Michael Bedla, Kreisdezernentin Annett Hellwig sowie BAL-Geschäftsführer Kersten Kottnik in ihren Grußworten. Gut ausgebildete Fachkräfte sind das Rückgrat der Wirtschaft. Mit den Fähigkeiten, die sich die Jungfacharbeiter während ihrer Ausbildung bei der BAL angeeignet haben, verfügen sie über ein solides Fundament aus theoretischem Wissen und praktischer Erfahrung, auf dem sie in Zukunft aufbauen und ihren Beitrag in den Unternehmen leisten können.

„Die Zeiten sind stürmisch“, sagte Kersten Kottnik und verwies auf die immer schneller werdenden Veränderungen. „Da ist wertvoll, was stabil ist.“ Er appellierte an die Jugendlichen ihr Fachwissen und ihre Praxiserfahrung zu nutzen, Verantwortung zu übernehmen und nicht beim ersten Gegenwind umzufallen.

Dass die Herausforderungen groß sind, zeigt ein Thema, das nicht nur die Redner und Anwesenden bewegt: die aktuell schwierige Lage in den Unternehmen Domo und LyondellBasell.

Kottnik lobte den Zusammenhalt am Standort. „Wenn ein Unternehmen ins Straucheln gerät, stehen ihm die anderen Unternehmen mit pragmatischen Lösungen zur Seite.“ Ein Netzwerk, das trägt und zur Standortkultur gehört. „Sie sind ab heute Teil dieses Netzwerkes, einer Gemeinschaft, die auf Können und Vertrauen basiert.“

Minister Jan Riedel betonte in seiner Rede die Bedeutung des Standortes Leuna und der Chemieregion für das Land und die Bundesrepublik. „Die Chemische Industrie ist ein wichtiger Faktor für Wohlstand und Wohlergehen der Gesellschaft“, sagte er. Die Landesregierung werde alle Möglichkeiten nutzen, um eine Lösung für Domo und den Chemiestandort zu finden. Er rief zu Hoffnung und Zuversicht auf und wünschte den Auslernern, dass sie „alles Glück dieser Welt finden und gern auf die Ausbildungszeit bei der BAL zurückblicken“.

Bevor es zum gemeinsamen Gruppenfoto auf die Treppe vorm cCe Kulturhaus ging, bedankte sich Robin Schreiter im Namen aller freigesprochenen Azubis für die sehr gute Ausbildung und Prüfungsvorbereitung. In kurzen Anekdoten ließ er die Ausbildungszeit Revue passieren und dankte den Ausbilderinnen und Ausbildern für die „dicke Nervenschicht“ und ihre stete Unterstützung.

Birgit Brockmann

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