Roy Landmann, Volker Sembill (beide Bilfinger), Andreas Meggendorfer (UPM), Ralf Müller, Jörg Olbrich (beide Bilfinger), Christian Köhler (UPM), zur Vertragsunterzeichnung auf der Baustelle, Foto: Bilfinger

Bilfinger ist Instandhaltungspartner für Bioraffinerie von UPM Biochemicals

Bilfinger hat mit UPM Biochemicals einen 6-Jahres-Rahmenvertrag für die Instandhaltung der neuen Bioraffinerie in Leuna abgeschlossen.

Diese weltweit erste Anlage produziert Biochemikalien aus Laubholz und wird jährlich 220.000 Tonnen Grundchemikalien herstellen, die als nachhaltige Rohstoffe für verschiedene Verbraucherprodukte dienen. Die Bioraffinerie, die 1,180 Millionen Euro kostet, verwendet zertifiziertes Buchenholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft in Sachsen-Anhalt und Umgebung.

Die Biomasse wird aus mitteleuropäischen Buchenwäldern geerntet, wobei die biologische Vielfalt und natürliche Ökosysteme erhalten bleiben. Das Holz ist vollständig rückverfolgbar und unterliegt dem FSC®- oder PEFC-Kontrollsystem. »Mit unserer Bioraffinerie in Leuna leisten wir weltweite Pionierarbeit, die es ermöglicht, die Chemieproduktion neu zu denken«, sagt Michael Duetsch, Vice President bei UPM Biochemicals.

»Unsere Anlage folgt einem einzigartigen Verfahren, das besondere Anforderungen an die Instandhaltung stellt. Mit Bilfinger haben wir einen Lösungspartner an unserer Seite, der uns dank langjähriger Erfahrung passgenau und in allen erforderlichen Gewerken unterstützen kann.« Die Buche gilt als klimastabil und wird in den kommenden Jahrzehnten in deutschen Wäldern weiter wachsen, was sie zu einem zukunftsfähigen Rohstoff macht.

Die Biomasse wird in Leuna zu Biochemikalien wie Bio-Monoethylenglykol (BioMEG) und Bio-Mono-propylenglykol (BioMPG) verarbeitet, die in Produkten wie PET-Flaschen und Waschmitteln verwendet werden. Zudem werden erneuerbare funktionale Füllstoff e (RFF) als nachhaltige Alternative zu Ruß und Kieselsäure produziert.

»Die Bioraffinerie von UPM spielt eine Schlüsselrolle bei der Transformation der chemischen Wertschöpfungskette hin zur Kreislaufwirtschaft«, sagte Thomas Schulz, Vorstandsvorsitzender von Bilfinger. »Wir freuen uns, den Erfolg dieser Transformation zu mehr Nachhaltigkeit mitzugestalten, indem wir durch die fachgerechte, umfassende Instandhaltung für einen
effizienten Betrieb sorgen.«

Bilfinger

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2. Mitteldeutscher Speditionstag

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