Neues mikrobiologische Labor am Chemiestandort Leuna, Foto: InfraLeuna GmbH

Erweiterung der Analytik: Das neue mikrobiologische Labor am Chemiestandort Leuna bietet Trink- und Kühlwasseranalysen auf höchstem Niveau

Die Analytik der InfraLeuna GmbH am Chemiestandort Leuna hat sich um ein hochmodernes mikrobiologisches Labor erweitert.

„Das Aufgabenspektrum und die Anforderungen im Bereich der Mikrobiologie sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Dafür reichte der Platz im alten Labor nicht mehr aus – wir platzten förmlich aus allen Nähten“ so Dr. Antje Mroczek, Leiterin Fachbereich Analytik. 

Mit dem Umbau eines ehemaligen, nicht genutzten chemischen Labors im Erdgeschoss des Gebäudes, in dem der Fachbereich Analytik zu finden ist, hat die Mikrobiologie flächenmäßig einen gewaltigen Sprung von 45 auf mehr als 200 Quadratmeter gemacht. Das neue mikrobiologische Labor erfüllt die Anforderungen der Schutzklasse S 2. Die Einhaltung dieser Sicherheitsvorkehrungen gewährleistet, dass die Mitarbeiter ohne Gefährdung arbeiten können.

Aktuell arbeiten drei Laborantinnen und eine Fachspezialistin für Mikrobiologie in diesem Laborbereich. Sie sind für die Durchführung und Überwachung der Analysen verantwortlich. Der Schwerpunkt der mikrobiologischen Analytik liegt auf der Untersuchung von Trinkwasser und Kühlwasser. Die Nachfrage nach diesen Analysen ist insbesondere durch die verschärften gesetzlichen Vorgaben, wie die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) und die 42. Bundesimmissionsschutzverordnung (42. BImSchV), stark gestiegen. Über die für diese Untersuchungen notwendigen Zulassungen, wie die Akkreditierung nach der DIN EN ISO/IEC 17025 und die Zulassung nach der 42. BImSchV für Probenahme und Analytik verfügt das Labor der InfraLeuna GmbH schon seit vielen Jahren. Des Weiteren ist das Labor eine vom Landesamt für Verbraucherschutz des Landes Sachsen-Anhalt gelistete Trinkwasseruntersuchungsstelle. 

Das Leistungsspektrum umfasst die Untersuchung von verschiedenen Proben auf unterschiedliche Mikroorganismen wie z. B. Escherichia coli, coliforme Bakterien, Pseudomonas aeruginosa, Enterokokken, Clostridium perfringens und Legionellen.

Die mikrobiologische Untersuchung dient der Bestimmung und dem Nachweis dieser Mikroorganismen sowie der Beurteilung, ob eine Probe hygienisch einwandfrei oder belastet ist. Die Arbeiten in einem mikrobiologischen Labor werden noch überwiegend von Hand durchgeführt. Dabei wird ein Teil der Probe auf spezielle Nährmedienplatten aufgebracht. Bei einigen Untersuchungen sind pro Probe bis zu acht Nährmedienplatten erforderlich. Diese Platten werden dann bei einer vorgegebenen Temperatur im Brutschrank inkubiert, d.h. die Mikroorganismen werden angezüchtet. Dafür stehen aktuell 11 Brutschränke zur Verfügung, da jeder Keim bei einer spezifischen Temperatur angezüchtet wird. Nach der Inkubation werden die bebrüteten Platten ausgewertet, d.h. es werden die Kolonien ausgezählt, die gewachsen sind. Diese werden dann z. B. den Grenzwerten der TrinkwV gegenübergestellt.

Diese Arbeiten erfordern Platz und Arbeitsflächen, die sich in einem geschlossenen S 2 Bereich befinden müssen. Das neue Labor bietet jetzt genügend Flächen, um die steigende Anzahl an Proben bearbeiten zu können und auch für zukünftige Anforderungen gerüstet zu sein. 

Der Kundenkreis für dieses Aufgabenspektrum ist dabei nicht auf den Chemiestandort Leuna beschränkt. Die Proben kommen auch von externen Kunden aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die in einem zeitlich vertretbaren Radius erreichbar sind. Denn die Proben müssen entsprechend zeitnah bearbeitet werden, um repräsentative Ergebnisse zu gewährleisten.

Die Analytik entwickelt ihr Angebot kontinuierlich weiter. Es ist geplant, das Parameterspektrum auszubauen und neue Verfahren zu etablieren. Dies erfordert jedoch Zeit und sorgfältige Vorbereitung, da jede neue Methode gründlich getestet und validiert werden muss. „Unser Ziel ist es, nicht nur hinsichtlich der Menge der Analysen zu wachsen, sondern auch das Spektrum der untersuchten Parameter zu erweitern, z.B. mit einem Verfahren zur schnelleren Bestimmung von Legionellen in Kühlwässern. Aktuell dauert dies 10 bis 12 Tage. Durch die zusätzlichen Kapazitäten und die modernen Einrichtungen sind wir bestens gerüstet für die zukünftigen Anforderungen und freuen uns darauf, unsere Kunden weiterhin mit zuverlässigen und präzisen Analysen zu unterstützen,“ erklärt Dr. Mroczek.

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