Der neue „Merseburger Kreiskalender 2026“ ist erschienen und ab sofort erhältlich. Die 72-seitige Broschüre mit ihrem dunkelgrünen Einband bietet erneut eine vielseitige Sammlung spannender Beiträge zur Geschichte und Kultur der Merseburger Region sowie Einblicke in die Museumsarbeit des vergangenen Jahres. Seit nunmehr 37 Jahren, beginnend mit dem Jahrgang 1989, erscheint der reich bebilderte Kalender ohne Unterbrechung im Kulturhistorischen Museum Schloss Merseburg.
Schwerpunkt: 450 Jahre Domgymnasium Merseburg
Im Mittelpunkt der neuen Ausgabe steht das Jubiläum des Merseburger Domgymnasiums, das 2025 sein 450-jähriges Bestehen feierte. Die zwölf Monatsbilder und die Beilage sind dieser bewegten Schulgeschichte gewidmet. Der reich illustrierte Titelbeitrag „Einschulung in die Neuzeit. 450 Jahre Domgymnasium Merseburg im Spiegel seiner Gründung und Jubiläen“ von Ivo Gottwald und Robert Krahl beleuchtet anschaulich die wichtigsten Stationen – von der schwierigen Gründung im Jahr 1575 durch Kurfürst August von Sachsen bis zu den Jubiläen der folgenden Jahrhunderte.
Zu entdecken gibt es historische Dokumente wie die von Herzog Moritz von Sachsen 1543 in der „Landtsordnunge“ festgehaltene erste Gymnasialidee (im Januarbild abgebildet) ebenso wie das noch heute erhaltene Portal des alten Domgymnasiums mit seiner lateinischen Gründungsinschrift. Den Bogen in die Gegenwart schlägt die Acrylmalerei „Ernst Haeckel“ der Schülerin Maja Gronau (11. Klasse), die im Rahmen des Jubiläumsprojekts entstand.

Weitere Beiträge
Im Anschluss berichtet Sven Zuber über das Leben von Herzogin Luise Elisabeth von Sachsen-Merseburg (1673–1736), die bereits im Alter von 15 Jahren Herzog Philipp, den dritten Sohn von Herzog Christian I., heiratete.
Jana Lehmann widmet sich dem Besuch des Sächsischen Altertumsvereins in Merseburg im Jahr 1903. Eine Akte im Hauptstaatsarchiv Dresden dokumentiert die detailreich geplante Exkursion mit Führungen durch Otto Küstermann und Besichtigungen von Schloss, Dom, Neumarkt, Altenburg und weiteren Sehenswürdigkeiten.
Die Reihe „Merseburger Verkehrsgeschichte“ findet mit dem Beitrag von Martin Beitz ihren Abschluss: Er stellt die Brücken der Saale-Elster-Aue vor.
Ein weiteres Porträt von Kim Ludwig beleuchtet das Wirken der Formgestalterin Brigitte Mahn-Diedering (1933–1993), Schöpferin der Edelstahl-Besteckserie „Julia“. Ihr und ihrem Vater, dem Lehrer und Kunstmaler Günther Kipper, war im Frühjahr 2025 eine Sonderausstellung im Museum gewidmet.
Einblicke in die Museumsarbeit
In der gleichnamigen Rubrik berichten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums über die Sonderausstellungen des Jahres 2025, die erfolgreiche Museumsnacht, ein Forschungsprojekt zur barocken Residenzkultur sowie über neue Sammlungszugänge – darunter historische Ansichtskarten und Fotografien.
Wie in jedem Jahr wurde die Herausgabe des Kalenders durch die Unterstützung regionaler Unternehmen ermöglicht.
Bezugsmöglichkeiten
Der „Merseburger Kreiskalender 2026“ ist für 6,50 Euro im Museumsshop (Dom- und Schlossinformation), in der Buchhandlung Friedrich Stollberg sowie in der Tourist-Information Merseburg erhältlich. Frühere Jahrgänge ab 1990 sind dort ebenfalls verfügbar – je nach Ausgabe für 2,60 bis 6,50 Euro.
Falk Morgenstern





