Beuna/Krumpa. Sachsen-Anhalt baut seine Rolle als Energiestandort weiter aus: In Beuna/Krumpa im Saalekreis ist der nach Angaben der Landesregierung derzeit größte zusammenhängende Batteriespeicher-Cluster Deutschlands im operativen Betrieb feierlich in Betrieb genommen worden. Die Anlage der Münch Energie GmbH verfügt zunächst über eine Speicherkapazität von rund 500 Megawattstunden (MWh). Noch in diesem Jahr soll die Kapazität auf bis zu 800 MWh steigen.
Bei der Einweihung hob Ministerpräsident Sven Schulze die Bedeutung großer Batteriespeicher für die Energiewende hervor. Sachsen-Anhalt erzeuge bereits große Mengen Strom aus Sonne und Wind. Entscheidend sei jedoch, diese Energie auch dann verfügbar zu machen, wenn Privathaushalte und Unternehmen sie benötigen. Großspeicher spielten dabei eine Schlüsselrolle.
Das neue Speichercluster soll überschüssigen Strom aufnehmen und bei Bedarf wieder zur Verfügung stellen. Damit können solche Anlagen dazu beitragen, die schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien besser auszugleichen. Nach Einschätzung der Landesregierung stärkt das Projekt zugleich die Versorgungssicherheit und trägt zur Stabilisierung des Stromnetzes bei.
Schulze sieht in dem Ausbau der Speichertechnik auch wirtschaftliche Chancen für Sachsen-Anhalt. Eine zuverlässige Energieversorgung schaffe gute Voraussetzungen für innovative Unternehmen und neue Arbeitsplätze. Gleichzeitig könne mehr Wertschöpfung in der Region gehalten werden. Die Energiewende werde damit nicht nur zu einer energiepolitischen, sondern auch zu einer wirtschaftlichen Zukunftschance für das Land.
Mit dem Ausbau auf bis zu 800 MWh soll die Bedeutung des Standorts noch in diesem Jahr weiter wachsen. Das Projekt in Beuna/Krumpa zeigt damit, welche Rolle große Batteriespeicher künftig bei der Verbindung von erneuerbarer Stromerzeugung, Netzstabilität und regionaler Wirtschaftsentwicklung spielen können.
Falk Morgenstern





