Fahrrad fahren im Winter Foto: Adobe 562055515

Fit im Winter – wie gesund ist Bewegung an kalter Luft?

Viele Menschen, die im Sommer und Herbst noch mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren oder kleine Wege zu Fuß erledigen, steigen im Winter auf das Auto oder öffentliche Verkehrsmittel um. Und auch manch begeisteter Sportler verzichtet angesichts der winterlichen Temperaturen auf seine alltägliche Laufrunde. Dabei liegt der gesundheitsförderliche Wert von Bewegung in ihrer Regelmäßigkeit. Gerade im Winter kann Ausdauersport wie Walking, Joggen oder Radfahren das Immunsystem auf Trab halten und vor Erkältungen schützen. Selbst ein regelmäßiger Spaziergang an der frischen Luft wirkt Wunder. Anders ist nicht zu erklären, dass z.B. Hundebesitzer, die bei jedem Wetter ihre Runde drehen deutlich weniger unter Erkältungskrankheiten leiden, als andere.

Auf richtige Kleidung achten!

Voraussetzung für eine gesunde Bewegung bei winterlichen Temperaturen ist natürlich die richtige Kleidung. Zu leicht oder dünn ist genauso schädlich wie zu dick. Wer im Winter schwitzt, erhöht die Gefahr sich zu erkälten. Ideal ist das viel beschworene Zwiebelschalenprinzip, bei dem man mehrere dünne Lagen übereinanderzieht. Spezielle, atmungsaktive Funktionswäsche verhindert einen Wärmestau und übermäßiges Schwitzen – Jacken aus regen- und windabweisenden Material beugen Feuchtigkeit und Zug vor. Natürlich sollten auch Mütze und Handschuhe nicht fehlen um zu verhindern dass Kopf und Finger auskühlen oder gar frieren. Und wer im Dunklen raus geht um Sport zu treiben sollte darauf achten, dass er nicht nur selbst gut sieht sondern auch von anderen gesehen wird. Reflexionsstreifen an Jacken und Turnschuhen sind das Mindeste an Sicherheitsausstattung. Besser noch sind selbstleuchtende Elemente und Lampen, wie sie in vielen Sportgeschäften angeboten werden.

Erwärmung ist im Winter besonder wichtig

Selbstverständlich – nicht nur für die sportliche Betätigung im Winter – sollte eine sorgfältige Erwärmung sein. Wer aus der warmen Wohnung kommt, muss seinen Organismus nicht nur an die Außentemperaturen anpassen, sondern auch auf die bevorstehende Anstrengung einstellen. Bei niedrigen Temperaturen brauchen Muskeln, Bänder und Gelenke länger, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Und die kalte Luft kann Rachen, Bronchien und Lunge reizen. Bewährt hat sich deshalb, langsam zu starten und sein Pensum den Witterungsverhätnissen anzupassen. Dabei kommt der Nase als natürliches »Vorwärm- und Filterinstrument« eine besondere Bedeutung zu. Auf der sicheren Seite ist man, wenn man auch bei Belastung stets durch die Nase einatmet und durch den Mund aus. Dieses Prinzip verhindert nicht nur eine übermäßige Anstregung sondern auch die Reizung der Atmungsorgane.

Auf keinen Fall sollte man übertreiben: Wer das ganze Jahr über draußen aktiv ist, kann natürlich auch im Winter ohne Bedenken weitertrainieren. Zwei- bis dreimal pro Woche eine gute halbe Stunde reichen aus. Zu hohe körperliche Belastungen schwächen das Immunsystem eher und können eine Erkältung begünstigen. Für Bewegungsmuffel ist ein Spaziergang an der frischen Luft oder ein Trainingsstart in einem Fitnesstudio oder Sportverein die bessere Alternative. Hier ist nicht nur die Umgebungstemperatur dem Körper angemessen. Auch die Betreuung durch erfahrene Trainer und die Möglichkeit nach der körperlichen Belastung zu duschen und meist auch in der Sauna zu entspannen, sorgen für eine gesunde Balance. Auf keinen Fall sollte man bei Erkältungen oder Fieber trainieren oder in die Sauna gehen. Das verschlimmert den Infekt.

Und natürlich sollte man auch bei sportlicher Betätigung im Winter ausreichend trinken.

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