Grüne Chemie: So reinigt die Zukunft
Was das Unternehmen intelligent fluids produziert, ist revolutionär auf dem Weg hin zum Green Deal in der Wirtschaft – das hat Innovationskraft! Das High-Tech-Unternehmen, das seit zehn Jahren am Chemiestandort Leuna mit derzeit 31 Mitarbeitern produziert, stellt erfolgreich Reinigungsmittel für die Industrie her und hat vor kurzem ein Portfolio für Endkonsumenten auf den Markt gebracht. Diese ersetzen aggressive Chemikalien wie beispielsweise Aceton, NMP und DMSO, und leisten damit einen bedeutenden Beitrag zur Umwelterhaltung.
Es sind »intelligent fluids« – intelligente Flüssigkeiten, die Verunreinigungen physikalisch ablösen, anstatt sie chemisch aufzulösen. Die Gefahrenstoff-Kennzeichnung ist minimal, schließlich sind sie wasserbasiert und dadurch leicht und schnell biologisch abbaubar, nicht brennbar und nicht ätzend. Das Geheimnis ihres Wirkens ist eine patentierte Technologie, die auf der Kombination sanfter Inhaltsstoffe und so genannter Phasenfluide basiert und maßgeschneidert entwickelt werden, wie Geschäftsführer Christian Römlein erklärt.

»Die hochdynamischen, netzartigen Strukturen, die in der Flüssigkeit herrschen, sind in der Lage, Verschmutzungen und Ablagerungen jeglicher Art und Intensität zu unterwandern, zu fragmentieren und schließlich abzuheben.« Als Mikroerdbeben bezeichnet er das anschaulich. Geeignet ist das Verfahren für Verschmutzungen in allen Industrie- und Haushaltsbereichen.
Die intelligenten Reinigungsmittel beseitigen Tinte und Lack, Farbe sowie Öl, Fett, Klebstoff und weitere Verunreinigungen. Und das Nachhaltige und Innovative daran ist: Da keine aggressiven chemischen Verbindungen im Spiel sind, wird die zu reinigende Oberfläche nicht angegriffen. Zusammengefasst also eine saubere Sache für die Umwelt. Und genau dies ist das Ziel, welches sich das Unternehmen bei der Gründung 2006 in Leipzig gesetzt hat. Die intilligent fluids GmbH erfüllt 10 der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen.
Die Anlagenkapazität beträgt derzeit über 500 Tonnen am Produktionsstandort Leuna. Die strategische Planung sieht weitere Investitionen sowohl am Standort, als auch für die Forschung und Entwicklung der hochinnovativen Produkte vor. In diesem Jahr beläuft sich der Umsatz des Unternehmens auf 2,5 Millionen Euro. Damit ist das Potenzial der Firma noch lange nicht ausgeschöpft: Die Pläne zum Wachstum durch die bevorstehende Expansion Richtung Konsumenten sowie Industrieprodukten und Internationalisierung ist bereits in vollem Gange. Mit Vollgas in 2024 – getreu dem Motto: CLEANER.FASTER.GREENER.
Christine Färber





