Die lokale Aktionsgruppe Saale-Elster-Geiseltalsee (LAG SEG) wurde im September 2022 neu gegründet und besteht aus sechs Mitgliedskommunen (LAG-Gebiet), die entlang von Saale, Elster und Geiseltalsee südlich der Stadt Halle (Saale) liegen. Dazu gehören die Städte Goethestadt Bad Lauchstädt, Braunsbedra, Leuna, Merseburg, Mücheln (Geiseltal) und die Gemeinde Schkopau. Ihr Ziel ist es, gemeinsam Projekte und Maßnahmen von ortsansässigen Akteuren zu initiieren und zu unterstützen.
Nach dem Auftakt der sogenannten Starterprojekte, die den Förderprozess im Rahmen einer Lokalen Entwicklungsstrategie in Gang bringen und die Aktionsgruppe in der Öffentlichkeit etablieren sollten, werden ab 2025 weitere Projekte gefördert und bis 2027 umgesetzt. Das haben die Mitglieder des LAG Saale-Elster-Geiseltalsee e.V. auf ihrer Versammlung am 6. November 2024 im Alten Rathaus Merseburg beschlossen.
Erster freier Förderaufruf
Noch bis zum 28. Februar 2025 können Einzelpersonen, Vereine, Institutionen und Unternehmen, die innerhalb des LAG-Gebiets ansässig sind und hier Projekte durchziehen wollen, einen Förderantrag für ihr Projekt beim LAG-Management einreichen. Durch die verschiedenen europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und ein soziales Europa (ESF+) können sehr unterschiedliche Vorhaben in der Region gefördert werden, sofern sie den jeweiligen Förderkriterien und Zielen der Lokalen Entwicklungsstrategie entsprechen.
Die LAG hat drei Handlungsfelder eingegrenzt:
1. Leben und Arbeiten
2. Infrastruktur und Mobilität und
3. Erholung, Freizeit und Tourismus.
Insgesamt stehen rund 10,5 Millionen Euro zur Verfügung, die bis 2028 in dem LAG-Gebiet investiert und abgerechnet werden sollen. Alle erforderlichen Unterlagen, wie z. B. die einzelnen EU-Förderprogramme, die Lokale Entwicklungsstrategie sowie der Projektantragsbogen können auf der Internetseite der LAG unter www.lag-seg.de eingesehen und heruntergeladen werden.
„Wer zuerst kommt, hat höhere Chancen auf eine Förderung, denn die Mittel sind begrenzt“ meint Wolfgang Gilbert vom LAG-Management: »Nur wenn nach dem aktuellen Förderaufruf nicht alle Mittel gebunden werden, gibt es im Sommer einen weiteren Aufruf«, ergänzt Jacob Materny. Beide, Gilbert und Materny, stehen Interessierten bei Rückfragen z. B. zur Einordnung der Projekte in die drei Fördertöpfe, zu Förderhöhen und zu Anforderungen aus der lokalen Entwicklungsstrategie zur Verfügung. Die Kontaktdaten finden sich ebenfalls auf der Homepage.





