Hochschule Merseburg stärkt Wasserstoffkompetenzen in Mitteldeutschland
Merseburg. Mit der offiziellen Übergabe der Förderbescheide für das Verbundprojekt „H2HUB in Sachsen-Anhalt“ ist am 4. Juni 2026 an der Hochschule Merseburg ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft in Mitteldeutschland erreicht worden. Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann überreichte den Förderbescheid für die Hochschule persönlich an den kommissarischen Rektor Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß sowie an Projektleiter Andreas Kröner.
Das bis Ende November 2029 laufende Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen der STARK-Richtlinie gefördert und vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) begleitet. Für das Teilprojekt an der Hochschule Merseburg stehen insgesamt 1,55 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel des Vorhabens ist die Weiterentwicklung der seit 2022 bestehenden Lernallianz für den Wasserstoffhochlauf in Mitteldeutschland. Dabei sollen aktuelle Forschungsergebnisse gezielt in die berufliche und akademische Aus- und Weiterbildung transferiert, innovative Qualifizierungsangebote entwickelt sowie die Fachkräftesicherung und Energietransformation in der Region nachhaltig unterstützt werden.
Fachkräfte für die Energiewende
Mitteldeutschland entwickelt sich zunehmend zu einer Schlüsselregion für die Wasserstoffwirtschaft. Damit die Transformation der Energie- und Industrielandschaft gelingt, werden qualifizierte Fachkräfte benötigt. Genau hier setzt das H2HUB-Projekt an. Durch innovative Weiterbildungsangebote, digitale Lernformate und eine enge Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen soll die Fachkräftesicherung nachhaltig gestärkt werden.
„Sachsen-Anhalt hat das Potenzial, Wasserstoffland Nummer eins zu werden. Dafür brauchen wir nicht nur Infrastruktur und Technologien, sondern vor allem gut ausgebildete Fachkräfte“, betonte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann bei der Übergabe. Mit der Förderung werde gezielt in Wissen, Qualifizierung und Innovation investiert, um die Chancen des Strukturwandels aktiv zu nutzen.
Moderne Lernwelten an der Hochschule Merseburg
Eine zentrale Rolle im Projekt übernimmt die Hochschule Merseburg. Besonderes Augenmerk liegt auf der Entwicklung innovativer Lehr- und Lernformate. Mithilfe von Virtual-Reality- und Augmented-Reality-Anwendungen sollen komplexe Wasserstofftechnologien praxisnah vermittelt werden. Dadurch können technische Prozesse und Anlagen realitätsnah erlebt werden, die im Alltag oft nur schwer zugänglich sind.
Ergänzt werden diese Angebote durch berufsbegleitende Weiterbildungen, Zertifikatskurse, sogenannte Microcredentials, praxisnahe Demonstratoren sowie Summer Schools. Ziel ist es, unterschiedliche Zielgruppen flexibel und bedarfsgerecht für die Herausforderungen der Wasserstoffwirtschaft zu qualifizieren.
„Mithilfe des Projektes können wir Fachkräfte und Studierende gezielt schulen und weiterqualifizieren. Durch unser Know-how leisten wir einen wichtigen Beitrag, um das Thema grüner Wasserstoff voranzubringen und den Strukturwandel aktiv mitzugestalten“, erklärte Andreas Kröner, Leiter Weiterbildung und Projektverantwortlicher an der Hochschule Merseburg.
Starke Partnerschaft für die Zukunft
Das Verbundprojekt wird gemeinsam mit der Hochschule Anhalt, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sowie den Fraunhofer-Instituten IWES und IMWS umgesetzt. Die beteiligten Partner bündeln ihre Kompetenzen in Forschung, Weiterbildung und Wissenstransfer, um eine leistungsfähige Qualifizierungsstruktur für das Zukunftsfeld Wasserstoff aufzubauen.
Mit dem H2HUB in Sachsen-Anhalt unterstreicht die Hochschule Merseburg ihre Rolle als bedeutende Akteurin in der angewandten Forschung und Weiterbildung und positioniert sich zugleich als wichtiger Motor des Strukturwandels in der Region.
Gunnar Redmer





