v.l.n.r.: Breitbandkoordinatorin Nina Schattling, Vertreterin des Landrates, Dezernentin Sabine Faulstich, Dr. Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Foto: MID

Glasfaserausbau in Sachsen-Anhalt

Mehr als 250 Millionen Euro – Saalekreis profitiert in besonderem Maße

Sachsen-Anhalt investiert weiter kräftig in seine digitale Infrastruktur. Mit insgesamt 252,5 Millionen Euro fördern Bund und Land den Glasfaserausbau zwischen Zeitz und Arendsee. Bei der Übergabe der 34 Förderbescheide in Magdeburg betonte die Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Dr. Lydia Hüskens, die enorme Bedeutung des Projekts für die regionale Entwicklung.

Besonderer Fokus auf den Landkreis Saalekreis

Ein Schwerpunkt der neuen Fördermittel liegt eindeutig im Landkreis Saalekreis. Für drei große Ausbauprojekte stellt das Land hier rund 24,1 Millionen Euro bereit. Damit zählt der Saalekreis zu den Hauptprofiteuren der aktuellen Fördermaßnahme.

Insgesamt 5.084 bislang unterversorgte Adressen werden künftig mit leistungsfähigen Glasfaseranschlüssen ausgestattet – darunter Haushalte und Unternehmen in:

  • Bad Dürrenberg
  • Leuna
  • Mücheln (Geiseltal)
  • Petersberg
  • Querfurt
  • Salzatal
  • Teutschenthal
  • Schkopau
  • Wettin-Löbejün
  • sowie mehrere Orte der Verbandsgemeinden Weida-Land und Landsberg

Damit schließt der Landkreis zentrale Versorgungslücken, insbesondere in ländlich geprägten Ortsteilen.

Der Saalekreis auf dem Weg zur Vollversorgung

Der eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau läuft im Landkreis bereits erfolgreich. Mit der nun zusätzlich bewilligten Förderung kann der Saalekreis seine Glasfaserquote von aktuell 35,6 Prozent (Stand 2024) bis 2029 nahezu verdoppeln und damit in Richtung einer flächendeckenden Versorgung vorstoßen.

Ministerin Hüskens betonte: „Gerade ländliche Regionen wie viele Orte im Saalekreis profitieren enorm vom geförderten Ausbau. Damit schaffen wir eine stabile Grundlage für Wirtschaft, Bildung und moderne Lebensformen.“

50.000 neue Anschlüsse für ganz Sachsen-Anhalt

Landesweit sollen durch die neuen Förderbescheide bis 2029 rund 50.000 zusätzliche Adressen erschlossen werden. Das Land setzt dabei weiterhin auf eine Kombination aus gefördertem Ausbau und privatwirtschaftlichen Investitionen.

Eine landesweite Informationskampagne – unterstützt von Schwimm-Olympiasieger Lukas Märtens – hat maßgeblich dazu beigetragen, die Bürgerinnen und Bürger zu informieren und die Nachfrage zu erhöhen. Mit inzwischen rund 70 Prozent Glasfaser-Anschlussquote erreicht Sachsen-Anhalt bundesweit den zweiten Platz unter den Flächenländern.

Warum Glasfaser entscheidend ist – auch für den Saalekreis

Glasfaser bietet:

  • maximale Datenraten für Homeoffice, Streaming und Cloud-Dienste
  • höchste Stabilität und Ausfallsicherheit
  • attraktive Standortbedingungen für Unternehmen
  • optimale Voraussetzungen für Bildung, Verwaltung und Telemedizin

Für den Saalekreis bedeutet der Ausbau einen wichtigen Entwicklungsschub – sowohl als Wirtschaftsstandort als auch für die Lebensqualität der Menschen vor Ort.

Förderung als zentrales Instrument

Die vom Land übergebenen Bescheide umfassen insgesamt 103,6 Millionen Euro. Der Bund beteiligt sich mit weiteren 149 Millionen Euro im Rahmen der neuen Graue-Flecken-Förderung. Damit sollen Gebiete unterstützt werden, in denen bislang kein Glasfaseranschluss verfügbar ist und auch kein privatwirtschaftlicher Ausbau geplant war.

Falk Morgenstern

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