Berufsausbildung, Foto: AdobeStock_250455130

Gute Perspektive für Auszubildende in Sachsen-Anhalt

„Auszubildende in Sachsen-Anhalt haben beste Chancen auf eine feste Anstellung. Mehr als vier von fünf Auszubildenden werden von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen.“ Das sagte Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne anlässlich des Jahresmonitors Berufsbildung 2024, der heute im Kabinett vorgestellt wurde. „Die Übernahmequote liegt auf Rekordniveau und übertrifft den ost- sowie gesamtdeutschen Durchschnitt. Das zeigt die hohe Qualität der Ausbildung und das Vertrauen der Unternehmen in ihre Nachwuchskräfte. Im Vergleich gelingt es unseren Betrieben besonders gut, ihre Fachkräfte zu halten.“

Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick: 

Ausbildung bleibt erste Wahl:

42,8 Prozent der jungen Menschen haben nach der Sekundarstufe I eine duale oder schulische Ausbildung begonnen. Damit münden mehr Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter in eine Berufsausbildung als im Bundesdurchschnitt (bundesweit: 37,6 Prozent). „Die Berufsausbildung ist für junge Menschen die erste Wahl bei der beruflichen Qualifizierung“, sagte die Ministerin. Mit dem Berufsorientierungsprogramm BRAFO, an dem jährlich 11.000 Schülerinnen und Schüler teilnehmen, und einem gut abgestimmten Übergang zwischen Schule und Beruf unterstützt das Land die jungen Menschen gezielt auf ihrem Weg“, sagte die Ministerin.

Übernahmequote auf Rekordniveau:

Die Übernahmequote durch die eigene Ausbildungsstätte lag 2024 mit 83 Prozent auf einem neuen Rekordniveau (2023: 81 Prozent). Die Übernahmequote übersteigt damit den ost- und gesamtdeutschen Durchschnittswert von 78 Prozent.

Zahl der Bewerberinnen und Bewerber bleibt konstant:

Während die Zahl der angebotenen Ausbildungsstellen 2023/24 im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Prozent auf rund 11.780 gesunken ist, blieb die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber mit rund 9.100 weitgehend konstant. Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bleibt damit für junge Menschen vorteilhaft: 2023/2024 entfielen auf 100 Bewerberinnen und Bewerber rund 129 Ausbildungsstellen. Auffallend ist: Viele junge Frauen scheinen das duale Berufsausbildungssystem nicht als attraktive Alternative zu einem Studium oder einer vollzeitschulischen Ausbildung zu empfinden. So ging die Anzahl der Bewerberinnen auf eine betriebliche Ausbildungsstelle seit 2008/2009 um 53 Prozent zurück.

Mehr Betriebe könnten ausbilden:

Aktuell haben zwar rund 48 Prozent der Betriebe in Sachsen-Anhalt eine Ausbildungsberechtigung, aber nur die Hälfte von ihnen bildet tatsächlich aus. Der Anteil ausbildender Betriebe liegt damit bei lediglich 25 Prozent – unverändert zum Vorjahr.

Staatskanzlei Sachsen-Anhalt

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