Leipziger Technologieunternehmen setzt auf innovative Fluidtechnologien für Halbleiter-, Chemie- und Energieindustrie – internationale Expansion geplant
Leipzig/Leuna. Mit der IFX Technologies GmbH geht ein neues europäisches DeepTech-Unternehmen an den Start, das sich auf funktionelle Fluidtechnologien für anspruchsvolle industrielle Prozesse spezialisiert. Während sich der Hauptsitz in Leipzig befindet, ist die Produktion am Chemiestandort Leuna angesiedelt. Das Unternehmen will seine bereits international etablierte Technologieplattform weiterentwickeln und künftig verstärkt auf internationalen Märkten wachsen.
Im Mittelpunkt steht eine patentgeschützte Technologie für funktionelle Mehrphasenfluide. Diese können gezielt an unterschiedliche Materialien, Prozesse und industrielle Anforderungen angepasst werden. Zum Einsatz kommen sie insbesondere bei Reinigungs- und Separationsprozessen, beispielsweise bei der Entfernung von Lacken, Farben, Klebstoffen, Harzen, Ölen, Fetten oder anderen organischen Verunreinigungen. Die Fluide sind wasserbasiert, pH-neutral, nicht brennbar und leicht biologisch abbaubar. Nach Angaben des Unternehmens können damit Prozesszeiten, Energieverbrauch und Gesamtkosten reduziert werden.
Technologie bereits im industriellen Einsatz
Die Technologie befindet sich bereits bei führenden Halbleiter- und Industrieunternehmen in Europa im Serieneinsatz. Das Anwendungsspektrum reicht von hochspezialisierten Verfahren wie Photoresist Stripping und Metal Lift-off in der Halbleiterindustrie bis zur Reinigung von Produktionsanlagen und Wärmetauschern in der Energie- und Chemieindustrie. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender regulatorischer Anforderungen an konventionelle Chemikalien und Lösemittel sieht IFX weiteres Wachstumspotenzial.
„Mit IFX Technologies bringen wir eine bereits industriell etablierte Technologieplattform in die nächste Wachstumsphase. Unser Ziel ist es, konkrete industrielle Herausforderungen mit Lösungen zu adressieren, die leistungsfähiger, wirtschaftlicher und nachhaltiger sind als konventionelle Verfahren“, erklärt Christian Römlein, CEO und Co-Founder der IFX Technologies GmbH.
Unterstützt wird das Unternehmen von Heing Venture Architects als Investor und Partner für die weitere Unternehmensentwicklung. Ziel ist es, die Technologieplattform zu skalieren und zusätzliche industrielle Anwendungsfelder sowie internationale Märkte zu erschließen.

Von Leuna in internationale Märkte
Ein wichtiger Schritt für die Internationalisierung ist die Aufnahme von IFX Technologies in die KAUST ScaleX 2026 Cohort der King Abdullah University of Science and Technology in Saudi-Arabien. Das Programm soll Technologieunternehmen beim Markteintritt und bei der Skalierung in Saudi-Arabien unterstützen. Für IFX eröffnet sich damit zugleich der Zugang zu einem Netzwerk aus Industrie, Forschung und strategischen Partnern und damit eine Basis für die Expansion in arabische Märkte.
Für den weiteren Wachstumskurs kommt dem Standort Leuna eine wichtige Rolle zu. Von hier aus produziert IFX Technologies seine Fluide. Gemeinsam mit strategischen Partnern sollen künftig Produktions-, Vertriebs- und Servicekapazitäten in Asien, den GCC-Staaten, Indien und den USA aufgebaut werden. Vorgesehen sind dabei insbesondere regionale Joint Ventures und Partnerschaften.
IFX Technologies konzentriert sich auf die drei Wachstumsmärkte Semiconductors & Electronics, Energy & Chemicals sowie Industrial Maintenance. Die Produktion in Leuna ist nach ISO 9001 und ISO 14001 zertifiziert. Damit verbindet das Unternehmen die weitere internationale Expansion mit einer industriellen Basis in Mitteldeutschland.
Falk Morgenstern





