Publikumsvoting bis 20. Juni entscheidet über Publikumspreis
Leipzig/Bitterfeld-Wolfen. Beim Halbfinale des bundesweiten Wettbewerbs From Lab to Market Challenge (FLTMC) präsentierten am 20. Mai 2026 in der Leipziger Glasfabrik mehrere Teams aus Wissenschaft und Forschung ihre innovativen Geschäftsideen. Im Mittelpunkt standen dabei auch zwei Teams der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die sich mit ihren zukunftsweisenden Konzepten für das große Finale qualifizieren konnten.
Jetzt online abstimmen! Bis zum 20. Juni 2026 läuft das Publikumsvoting für den Publikumspreis. Jede Person kann eine Stimme abgeben und damit eines der Teams auf dem Weg zum Erfolg unterstützen.
Die From Lab to Market Challenge wurde von der Chemie-Startup-Initiative Chemstars ins Leben gerufen, um wissenschaftliche Erkenntnisse gezielt in marktfähige Unternehmen zu überführen. Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus den Bereichen Chemie, Materialwissenschaften und Biochemie erhalten dabei die Möglichkeit, ihre Ideen vor Expertinnen und Experten aus Industrie und Wirtschaft zu präsentieren. Unterstützt wird der Wettbewerb unter anderem von Unternehmen wie Bayer, Evonik, Siemens, Henkel und Wacker.
In diesem Jahr wurde der Wettbewerb erstmals bundesweit ausgetragen. Damit waren neben Teams aus Nord-, Süd- und Westdeutschland erstmals auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Ostdeutschland vertreten. Die Region wurde durch das Forum Rathenau repräsentiert.
„Nord, Süd, Ost und West kommen zusammen – und für die Start-ups vervierfachen sich damit auf einen Schlag die Netzwerke“, betonte Pascal Milfeit, Entrepreneur in Residence beim Forum Rathenau e.V. „Genau deshalb sind wir angetreten: um die Ostregion im nationalen Chemie-, Deep-Tech- und Kreislaufwirtschaftskontext sichtbarer zu machen.“
Gemeinsam mit Osman Sajid von Startup Migrants führte Milfeit als Moderator durch die Veranstaltung. Die Fachjury setzte sich aus Dr. Julia Lyubina (Evonik), Osman Sajid (Startup Migrants) und Dr. Hanno Brümmer (Covestro) zusammen.
Besonders erfolgreich präsentierte sich das Team FEINST aus dem Projekt „Grüne Molekülumwandlung“ der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die Forschenden Dr. Maria Gaudig, Shixian Huang und Dr. Haojie Zhang stellten eine neuartige elektrochemische Technologie vor, die die Produktion von grünem Wasserstoff und nachhaltigen Chemikalien effizienter machen soll. Herzstück der Innovation ist ein patentiertes Magnetelement, das in eine kompakte und skalierbare Elektrolysezelle integriert wird. Damit sollen Leistungssteigerungen ermöglicht werden, ohne die Nachteile bisheriger, aufwendiger Magnetsysteme in Kauf nehmen zu müssen.
Ebenfalls überzeugen konnte das Team NextLayer aus dem Fachbereich Physik der Universität Halle. Die Doktoranden Sebastian Zimmermann und Oliver Wolf sowie die wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Torsten Hölscher und Dr. Matthias Maiberg präsentierten eine KI-gestützte Simulations- und Prototyping-Software für die Dünnschichttechnologie. Ziel ist es, den bislang zeit- und kostenintensiven Entwicklungsprozess durch virtuelle Tests und intelligente Vorhersagemodelle deutlich zu beschleunigen.
Nach den Pitch-Präsentationen und den anschließenden Fragerunden stand fest: Beide Teams haben den Sprung ins Finale geschafft. Beim Grand Award Event am 25. Juni 2026 in Leverkusen treten sie gegen die besten Teams aus den übrigen deutschen Regionen an. Dort geht es um ein Preisgeld von 10.000 Euro, das die Weiterentwicklung der jungen Unternehmen maßgeblich unterstützen könnte.
Mit ihren innovativen Ansätzen zeigen die Teams aus Halle eindrucksvoll, welches Potenzial in der ostdeutschen Forschungslandschaft steckt – und dass der Weg vom Labor in den Markt erfolgreich gelingen kann.
Falk Morgenstern





