Leuna stärkt seine Rolle als Innovationsstandort: Mit einer Förderung von rund elf Millionen Euro aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen entsteht in unmittelbarer Nähe des Chemiestandortes Leuna eine neue Forschungs- und Entwicklungsfläche. Den Fördermittelbescheid übergab Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze im Rahmen des Gipfeltreffens der Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen an die Stadt Leuna.
Das rund 15.200 Quadratmeter große Areal wird vollständig erschlossen und bietet künftig Platz für Forschungs- und Technologieunternehmen. Ziel ist es, innovationsorientierte Ansiedlungen zu ermöglichen und den Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier mit zukunftsfähigen Arbeitsplätzen und neuen Wertschöpfungsketten voranzutreiben. Die Nähe zum Chemiepark Leuna schafft dafür hervorragende Voraussetzungen.
Die Übergabe des Förderbescheids war Teil des gemeinsamen Strukturwandel-Gipfels der drei mitteldeutschen Ministerpräsidenten. Im Mittelpunkt standen Projekte, die den Wandel der ehemaligen Kohleregionen zu modernen Wirtschafts-, Forschungs- und Innovationsstandorten beschleunigen und die Wettbewerbsfähigkeit der Region langfristig stärken sollen.
Für Leuna bedeutet die Investition einen weiteren wichtigen Schritt beim Ausbau des Wissenschafts- und Industriestandortes. Mit Einrichtungen wie dem Center for the Transformation of Chemistry (CTC), der engen Zusammenarbeit zwischen Industrie und Forschung sowie neuen Ansiedlungsflächen entwickelt sich die Stadt zunehmend zu einem zentralen Innovationszentrum für nachhaltige Chemie und moderne Produktionstechnologien.
Ministerpräsident Sven Schulze betonte, dass der Strukturwandel für die Menschen sichtbar und spürbar sein müsse. Neue Arbeitsplätze, innovative Unternehmen und attraktive Perspektiven seien entscheidend, um die Region zukunftssicher aufzustellen und gleichzeitig ihre Attraktivität für Fachkräfte und Investoren weiter zu erhöhen. Leuna zeige beispielhaft, wie aus den Herausforderungen des Strukturwandels neue Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft entstehen können.
Falk Morgenstern





