Leuna. Mit einer Investition von rund 1,5 Millionen Euro baut die InfraLeuna GmbH die Verkehrsinfrastruktur am Chemiestandort Leuna weiter aus. Herzstück des Projekts ist eine neue LKW-Ausfahrt am Werktor 12. Gleichzeitig wurde der PKW-Schleusenbereich umfassend modernisiert. Ziel der Maßnahme ist es, logistische Abläufe effizienter zu gestalten, Wartezeiten zu reduzieren und die Sicherheit auf dem Werksgelände zu erhöhen.
Entlastung für den Schwerlastverkehr
Bislang erfolgte die Abwicklung des gesamten LKW-Verkehrs über Tor 6. Mit der neuen, zweispurig angelegten Ausfahrt an Tor 12 steht nun eine zusätzliche Option für den Schwerlastverkehr zur Verfügung. Die Anlage ist redundant ausgelegt und ermöglicht damit einen stabileren Verkehrsfluss, insbesondere bei hohem Aufkommen.
LKW-Fahrerinnen und -Fahrer mit personalisierter Zugangskarte können das Tor im Selbstbedienungsmodus nutzen. Dies beschleunigt die Ausfahrtprozesse und minimiert Standzeiten. Durch die direkte Anbindung sowohl von Tor 6 als auch von Tor 12 an die Bundesstraße 91 bleibt die schnelle Erreichbarkeit der Autobahn weiterhin gewährleistet.


Mehr Sicherheit und Effizienz im PKW-Bereich
Neben dem Ausbau für den LKW-Verkehr wurde auch die Ein- und Ausfahrt für PKW am Tor 12 modernisiert. Neue Halteflächen und Schrankenanlagen strukturieren die Verkehrsführung neu und erhöhen die Leistungsfähigkeit der Schleuse.
Ein zukunftsfähiges Kamerasystem wurde ebenfalls installiert. Es schafft die technische Voraussetzung für eine mögliche Personen-, Fahrzeug- und Kennzeichenerkennung. Ergänzend dazu sorgen neu eingerichtete Fußgängerüberwege sowie ein Drehkreuzsystem für Fußgänger und Radfahrer für mehr Sicherheit im Ein- und Ausfahrtsbereich.
Perspektivisch erweiterbar
Die neue Infrastruktur ist seit März in Betrieb und gilt als wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung des Standorts.
„Mit dieser Investition stärken wir die logistische Leistungsfähigkeit des Chemiestandorts nachhaltig“, erklärt Dr. Christof Günther, Geschäftsführer der InfraLeuna GmbH. „Tor 12 bietet darüber hinaus perspektivisch die Möglichkeit, eine zusätzliche LKW-Einfahrt zu realisieren und so weiter auf das Wachstum des Standorts zu reagieren.“
Mit dem Ausbau der Verkehrsanlagen setzt der Chemiestandort Leuna auf eine moderne, leistungsfähige und sichere Infrastruktur – und schafft damit die Grundlage für weiteres industrielles Wachstum.
Falk Morgenstern





