Leuna. Mit einem symbolischen Spatenstich am 4. Mai ist in Leuna der Startschuss für ein bedeutendes Infrastrukturprojekt gefallen. Rund einen Kilometer nördlich der bisherigen Station „Leuna-Werke Nord“ entsteht der neue Haltepunkt „Leuna“. In den Neubau moderner und barrierefreier Bahnsteige investieren die Deutsche Bahn sowie Bund und Land gemeinsam knapp 10 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant.
An der offiziellen Zeremonie nahmen unter anderem Martin Walden, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Infrastrukturministerin Dr. Lydia Hüskens sowie Leunas Bürgermeister Michael Bedla teil.
Der neue Haltepunkt wird künftig außerhalb des Werksgeländes der Leuna-Werke liegen und damit deutlich besser zugänglich sein. „Von der neuen Station profitieren alle Bürgerinnen und Bürger in Leuna. Sie erhalten einen stadtnahen und barrierefreien Zugang zum Regionalverkehr“, erklärte Walden. Auch die Umbenennung in „Leuna“ unterstreiche diese Öffnung.
Im Zuge der Bauarbeiten wird die bisherige Station „Leuna-Werke Nord“, die sich innerhalb des Industriegeländes befindet, zurückgebaut. Die neue Verkehrsstation ist Teil der Weiterentwicklung des mitteldeutschen S-Bahn-Netzes. Ministerin Hüskens betonte die strategische Bedeutung des Projekts: „Sowohl der Industriestandort als auch die Gartenstadt Leuna erhalten einen direkten Anschluss an das S-Bahn-System.“ In Verbindung mit einer geplanten Verbindungskurve bei Großkorbetha werde zudem die Anbindung nach Halle und perspektivisch auch in Richtung Leipzig verbessert.
Auch Bürgermeister Bedla sieht in dem Vorhaben einen wichtigen Impuls für die Stadt: „Der Neubau verbessert die Erreichbarkeit Leunas spürbar und schafft gleichzeitig einen modernen, barrierefreien Zugang zur Bahn – ein wichtiger Beitrag für die Mobilität der Zukunft.“
Geplant sind zwei jeweils 170 Meter lange Außenbahnsteige. Diese werden mit Sitzgelegenheiten, Wetterschutz, Informationssystemen, Abfallbehältern sowie moderner LED-Beleuchtung ausgestattet. Der Zugang erfolgt über Treppen und zwei Aufzüge, um vollständige Barrierefreiheit zu gewährleisten.
Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG), ergänzt durch Beiträge des Bundes und der Deutschen Bahn.
Mit dem neuen Haltepunkt setzt Leuna ein klares Zeichen für bessere Mobilität, nachhaltige Infrastruktur und eine stärkere Anbindung an die wirtschaftlichen Zentren der Region.
Falk Morgenstern





