Kay Nitschke, Leiter des Geschäftsbereiches ambulante und stationäre Versorgung bei der AOK Sachsen-Anhalt. Foto: Dirk Mahler / AOK Sachsen-Anhalt.

Ohne Not in die Notaufnahme: Oft ist 116117 die bessere Wahl

3 Fragen an die AOK Sachsen-Anhalt

Viele Menschen gehen ohne kompetente Ersteinschätzung direkt in die Notaufnahme. Wie kann man die Versorgung im Notfall zukünftig besser steuern?

Wann sollte man sich eine Ersteinschätzung holen?

In jedem Fall, wenn man sich unsicher ist, was bei akuten gesundheitlichen Beschwerden zu tun ist. Nur, wenn Lebensgefahr besteht oder schwere gesundheitliche Schäden drohen, ruft man mit der 112 den Rettungsdienst an. Doch oft ist die 116117 zunächst die bessere Wahl.

Wie erhält man eine Ersteinschätzung?

Entweder online über das Patienten-Navi auf www.116117.de. Man gibt anonym die gesundheitlichen Beschwerden ein und erhält die Ersteinschätzung.

Oder über die Telefonnummer 116117, also über den ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung.

Wie könnte man Patienten zukünftig besser durch das Gesundheitssystem leiten?

Durch vorgelagerte Ersteinschätzungen: zum einen weiterhin über die www.116117.de oder den 116117-Anruf. Zum anderen zukünftig aber auch in Integrierten Notfallzentren, etwa in größeren Krankenhäusern, ließen sich Patientinnen und Patienten gleich in die richtige Versorgungsform leiten.

Das ist gut für alle: Den Menschen wird schnell geholfen, Rettungsdienst und Notaufnahmen werden entlastet.

AOK Sachsen-Anhalt

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