v.r.n.l.: Anke Kanyár, Geschäftsführerin der TVS Personalservice GmbH, TVS Mitarbeiterin Sophie Rober, Mario Messner, Teamleiter im Kinder- und Jugendhaus Merseburg, und Sozialpädagogin Heike Marquardt bei der Scheckübergabe; Foto: Lothar Teschner

Personaldienstleister TVS übergibt Spende an Merseburger Kinderheim

Eines ist schon mal klar: Den Mädchen und Jungen des Merseburger Kinder- und Jugendhauses steht wieder ein aufregender Sommer bevor, denn in den Ferien geht es mit ihrem großen neuen Tipi auf Reisen. Aufgeschlagen wird es in Balgstedt, einer kleinen Gemeinde am Fuße der Neuenburg bei Freyburg im Burgenlandkreis.

Dass sie dieses Jahr Erholung und Abenteuer in einem Feriencamp erleben können, das hat mit dem Unternehmen TVS zu tun. Als die Leunaer Firma, einer der profiliertesten Personaldienstleister der Region, im vergangenen Jahr das 25. Firmenjubiläum beging, hatte Anke Kanyar, Gründerin und Geschäftsführerin des Unternehmens, eine tolle Idee. „Was soll ich mit -zig Blumen und Pflanzen im Büro? Da ist das Geld, das die Gratulanten dafür ausgeben würden, doch viel nützlicher für die Mädchen und Jungen im Kinderheim angelegt“, sagt sie. Knapp über 2.000 Euro kamen damals zusammen, das Unternehmen selbst legte nochmal 1.000 Euro drauf. Von dem Geld wurde den Kindern eine besondere Erlebniszeit im Tipi-Camp ermöglicht, wo sie ihr eigenes Tipi bauen und später mit in die Einrichtung in der Geusaer Straße nehmen konnten.

In diesem Jahr hat TVS die Aktion wiederholt, Firmen der Region, Geschäftsfreunde und Bekannte einbezogen. Erneut kamen über 2.000 Euro zusammen. Das Geld wurde dieser Tage übergeben. Und es bildet den Grundstock für die Teilnahme am Tipi-Camp. „Wir freuen uns, dass wir ihnen diesen Urlaub ermöglichen können“, sagt Anke Kanyar, die durch ihre eigenen Kinder und Enkel weiß, was Kids wollen. „Wir alle wissen, Geld ist knapp und ohne Spenden könnten sie den Urlaub nicht stemmen.“

Dass die Kinder glücklich mit ihrem Tipi sind, zeigen sie den TVS-Mitarbeitern durch viele WhatsApp-Nachrichten und -Fotos, die sie regelmäßig schicken.  Die Chefin zückt ihr Handy und zeigt Fotos, wie die Kinder beherzt das große Zelt zusammen mit ihren Betreuern aufbauen. „Das ist doch wunderbar“, meint sie lächelnd. „Wenn sie jetzt ins Camp fahren, ist das für sie nicht nur Abenteuer und Lagerfeuer. Es ist doch auch so wichtig, dass sie ohne Handy und Laptop einfach mal in Gemeinschaft etwas erleben und zur Ruhe kommen. Es soll für sie ein unvergesslicher Sommer werden.“ Wichtig sei ihr, sagt sie, dass die Kinder spüren, da sind auch Menschen für sie da, die sie gar nicht kennen. Einfach so, aus Herzensgründen.“ Mit der Spendensumme werden die Teilnahmegebühren mitfinanziert, die Transportkosten gedeckt, die notwendige Ausrüstung ermöglicht.

Schon seit mehreren Jahren, weiß sie, fahren die Kinder in diese Ferienfreizeit im Burgenlandkreis. In diesem Jahr allerdings zum letzten Mal. Der Standort werde geschlossen, die Zahl der angemeldeten Kinder sei zu gering, wie der zuständige Träger mitteilt. „Das ist also die letzte Chance für die Kinder, dieses besondere Erlebnis zu genießen“, so die Unternehmerin.

Christine Färber

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