Das Deutsche Chemie-Museum Merseburg ist einzigartig in Europa und zeigt ab kommendem Frühjahr ein neues, imposantes Ausstellungsstück
Sie sind an regionaler Industriegeschichte interessiert, technikbegeistert und wollten schon immer mal wissen, was Carl Bosch und Fritz Haber vor über 100 Jahren gemacht haben? Dann sind Sie im Deutschen Chemie-Museum Merseburg genau richtig. Mit einer Sammlung historisch wertvoller originärer Anlagen, Maschinen und Apparate der chemischen Industrie aus der Region ist es einzigartig in Europa.
Während der Öffnungszeiten von April bis Oktober sind auf dem Außengelände des Technikparks über 350 Exponate in verschiedenen Größenordnungen zu sehen und zu bestaunen. Der Förderverein Sachzeugen der chemischen Industrie e. V., der in diesem Jahr sein 30-jähriges
Bestehen feierte, kümmert sich in liebevoller Kleinarbeit um die eindrucksvolle Sammlung. Schautafeln erläutern die Funktionsweisen der zum größten Teil aus der Region stammenden Technik aus den Bereichen Hochdrucktechnik sowie Kunststoff- und Elektrochemie. Dazu gehören u. a. die Ammoniaksynthesekammer aus den Anfangsjahren dieses Verfahrens, ein historischer Chemiezug sowie eine Destillationsanlage.

Wer möchte, kann eine individuelle Führung buchen. Verfahrenstechnische Prozesse werden dabei von fachkundigen, berufserfahrenen Begleitern mit viel Herzblut anschaulich erklärt und zum Teil sogar vorgeführt. Im Moment befindet sich das Deutsche Chemie-Museum in der Winterpause. Doch diese wird effektiv genutzt, um die Gäste im Frühjahr mit neuen Ausstellungsstücken zu überraschen.
So wurde aus dem öffentlich noch nicht gezeigten Fundus Mitte November ein 18 Tonnen schwerer Generatorläufer mit schwerer Kran-Technik im Chemie-Museum Merseburg umgesetzt. Dieser wird nun noch optisch aufgewertet, und der Rahmen bekommt einen neuen Anstrich. Der Generatorläufer befand sich schon einige Zeit im Lagerbestand vom Museum. Hier warten noch einige Exponate auf die Fertigstellung für die künftige Präsentation.





