Richtfest für den Bauhof-Neubau, Richtspruch vom Leunaer Bürgermeister Michael Bedla, Foto: L. Teschner

Richtfest für Bauhof-Neubau in Leuna

Das Ritual – übrigens seit dem 14. Jahrhundert beim Hausbau üblich – ist komplett: der letzte Nagel im Dachbalken ist platziert, der Richtspruch gehalten, die glückbringenden Scherben des vom Dach geworfenen Glases liegen auf der Erde, der Kranz schwebt an der höchsten Stelle des Gebäudes. Gestern ist in Leuna Richtfest für das neue Gebäude des Bauhofes Leuna und Spergau gefeiert worden. Der Rohbau in unmittelbarer Nähe zur Feuerwehr steht. Jetzt erfolgt der Innenausbau.

Lange hat es gedauert, bis das Ergebnis greifbar ist. Und ein Neubau ist dringend notwendig gewesen, wie Steffen Schieck, Leiter der bislang vier Leunaer Bauhöfe und des Fuhrparkmanagements, erklärt. Er sagt sogar „mehr als dringend notwendig“ und verweist dabei auf die vielen Mängel am alten Gebäude und die Enge des Areals, das längst nicht mehr den aktuellen Anforderungen gerecht wurde. Die Arbeitsbedingungen für die 20 Beschäftigten werden sich nun spürbar verbessern, davon ist er überzeugt.

Fast 15 Jahre sind vergangen von der ersten Idee bis zum Baubeginn. Aber dann ging es voran. Die Planungen begannen im November 2022, der Grundstein kam genau zwei Jahre später in die Erde. Jetzt, zum Richtfest, geht der Leunaer Bürgermeister Michael Bedla (CDU) davon aus, dass im Februar 2026 hier der reguläre Betrieb beginnt. Acht Wochen später als geplant. Aber Hand aufs Herz: Was sind bei diesem langen währenden Projekt schon acht Wochen?

5,4 Millionen investiert die Stadt in diesen schicken Neubau. Der Preis, freut sich das Stadtoberhaupt, sei besser als geschätzt, die Einsparung sei bemerkenswert.  Entstanden sind neben Fahrzeughallen sowie Abstell- und Lagerräumen moderne Werkstätten, ein Büro, ein Aufenthaltsraum, Sanitäranlagen. Die L-Form des Gebäudes bietet einen geräumigen Innenhof.

Zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis ist vor allem Ralf Weißhaar, Projektleiter der Stadt Leuna, Mitarbeiter des Bauamtes. Denn der neue Bauhof ist für ihn ein wichtiges Projekt. Und es ist genauso geworden, wie man es gewollt hatte. Ohne Abstriche. Die wöchentlichen exakten Absprachen aller beteiligten Partner haben sich gelohnt.

Knapp 20 Firmen werden hier gearbeitet haben, wenn das Gebäude im Februar kommenden Jahres an die Nutzer übergeben wird. Damit ist dann hier der zentrale Bauhof-Stützpunkt für die Kernstadt Leuna und die Ortschaft Spergau etabliert. Im Ergebnis dessen reduziert sich die Anzahl der Bauhöfe der Kommune von jetzt vier auf dann drei: Leuna/Spergau, Kötzschau/Schladebach und Günthersdorf/Kötschlitz.

C. Färber

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