Energiestaatssekretär Thomas Wünsch und LENA-Geschäftsführer Marko Mühlstein haben am 01. Oktober an der Sekundarschule Bismark gemeinsam mit Schullei­terin Birgit Smirnow und dem Klimaschutzmanager des Landkreises Stendal, Fabian Fuchs und den Schülern das neue digitale Lernangebot der LENA zum Thema Wasserstoff offiziell freigeschaltet. Foto: LENA/Viktoria Kühne

Wasserstoff macht Schule – Sachsen-Anhalt bringt Zukunftstechnologie ins Klassenzimmer

Sachsen-Anhalt setzt auf Bildung für die Energiewende. Mit einem neuen digitalen Lernangebot zum Thema Wasserstoff möchte die Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt (LENA) Schülerinnen und Schüler fit für die Zukunft machen. Die heute freigeschalteten Module auf der Lernplattform „Moodle“ sollen junge Menschen nicht nur informieren, sondern auch motivieren, selbst Teil des Wandels zu werden.

Digital lernen – praktisch experimentieren

Die frisch entwickelten Kurse richten sich an Jugendliche der Sekundarstufe I. Sie vermitteln Grundlagen rund um den Energieträger Wasserstoff, der als Schlüsseltechnologie für die Energiewende gilt. Neben theoretischem Wissen geht es auch um konkrete Alltagsanwendungen – von klimaneutraler Mobilität bis hin zu Industrieprozessen.

Besonders praxisnah: Ein Wasserstoff-Experimentierkoffer, den die LENA den Schulen zur Verfügung stellt. Damit können Schülerinnen und Schüler die Inhalte direkt in kleinen Versuchen anwenden. So soll der Schritt vom digitalen Lernmodul zum greifbaren Aha-Erlebnis gelingen.

Stimmen aus Politik und Bildung

Bei der offiziellen Freischaltung betonte Energiestaatssekretär Thomas Wünsch die besondere Rolle Sachsen-Anhalts: „Sachsen-Anhalt ist ein Vorreiter der Energiewende – und dank der LENA macht dieses wichtige Zukunftsthema hierzulande auch Schule. Die Lernangebote sind ein tolles Tool, um junge Menschen auf digitalem Wege für Energie und Klimawandel zu interessieren.“

LENA-Geschäftsführer Marko Mühlstein unterstrich die gesellschaftliche Dimension: „Wasserstoff wird Teil unseres Alltags werden. Umso wichtiger ist es, dass junge Menschen verstehen, welches Potenzial darin steckt und wie sie selbst die Energiezukunft mitgestalten können.“

Kooperation mit Schulen als Pilotprojekt

Die Sekundarschule Bismark ist die erste Partnerschule, die das Lernangebot intensiv testet. Die LENA begleitet den Einsatz mit ihrem Know-how und wertet das Feedback der Schülerinnen und Schüler aus. Dieses soll direkt in die Weiterentwicklung der Module einfließen.

Die Idee, digitale Lerninhalte zu Energie- und Klimathemen bereitzustellen, entstand während der Pandemie. Gemeinsam mit dem Unabhängigen Institut für Umweltfragen (UfU) hatte die LENA 2023 bereits erste digitale Module zu erneuerbaren Energien und Klimaschutz entwickelt.

Nun folgt der nächste Schritt: Wasserstoff. Seit 2022 gibt es bei der LENA eine eigene „Landeskoordinierungsstelle Wasserstoff“, die die landesweite Strategie begleitet. Passend dazu wurden nun fünf digitale Kurse erstellt, die sich flexibel in den Unterricht einbinden lassen.

„Blended Learning“ für mehr Motivation

Die Module kombinieren unterschiedliche Lernmethoden: digitale Inhalte, interaktive Elemente und praktische Versuche. Dieses sogenannte „blended learning“ soll die Motivation der Schülerinnen und Schüler erhöhen und ihnen die komplexen Zusammenhänge von Klimawandel, Energieversorgung und Wasserstofftechnik Schritt für Schritt näherbringen.

So entsteht ein Lernangebot, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Begeisterung für die Zukunftstechnologie weckt – und damit einen wichtigen Beitrag zur Akzeptanz und Gestaltung der Energiewende leistet.

Gunnar Redmer

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