Die Friedrich-Ludwig-Jahn Grundschule feiert Geburtstag und lädt am 7. September 2024 von 9 – 13 Uhr zum Tag der offenen Tür ein.
Jeder in Leuna kennt das Haus und ziemlich viele sogar von innen: Die Jahn-Grundschule. Und das ist kein Wunder, denn diese Bildungseinrichtung gehört zu Leuna wie das Werk, das die Stadt bekannt gemacht hat. Vor genau 95 Jahren wurden die ersten Schüler aufgenommen.
Wer will, kann die Entwicklung der Schule von der Grundsteinlegung bis heute nachverfolgen. Nahezu lückenlos geben ein kleines Schulmuseum in der Aula und eine gut geführte und liebevoll gestaltete Chronik darüber Auskunft. Bei Gabriele Felkel, pädagogische Mitarbeiterin der Schule, sind beide in guten Händen.
Was 1929 als Acht-Klassen-Schule begann, in der DDR als zehnklassige Polytechnische Oberschule fortgeführt wurde, ist seit 1991 mit der Einführung des bundesdeutschen Schulsystems Grundschule. Aber eben nicht irgendeine. Denn hier legt man Wert auf eine naturwissenschaftliche Ausrichtung des Unterrichts. Das, sagt Schulleiter Sandro Knoll, prägt den Charakter der Bildungseinrichtung und ist für manche Eltern ein Grund, sich ins Zeug zu legen, damit ihre Kinder gerade in diese Schule gehen können. Über 270 Schüler lernen hier, 54 sind jetzt eingeschult worden.
Viele Auszeichnungen, die in den Vitrinen des kleinen Museums zu sehen sind, berichten von den Erfolgen, die Lehrer und Schüler sich nicht zuletzt auch durch die Unterstützung der Stadt und auch einiger wichtiger Chemie-Unternehmen auf die Fahne schreiben können. Da steht das Gütesiegel “Begabtenfördernde Schule” neben den Titeln “MINT-freundliche (Mathe, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) Schule sowie Internet-ABC-Schule. Da stehen die Auszeichnungen der jungen Chemiker – der ChemKids – neben dem Bundesschulpreis für herausragende Berufsvorbereitung “Fit for Job” und vieles mehr.


Museum und Chronik geben nicht nur einen Einblick, wie sich die Bildungsinhalte mit den Jahren gewandelt haben, sie zeigen auch die bauliche Entwicklung. Anfang der 90er Jahre war das einst hochmoderne Schulhaus marode. Jahrelang blieben in der DDR wie an anderen Gebäuden so auch hier dringend nötige Werterhaltungsmaßnahmen aus. “Die Fortsetzung des Unterrichts war gefährdet”, weiß die Chronik. Die Schule wurde grundsaniert. Später folgte sogar noch ein Anbau an das bestehende Gebäude. Wer die Schule heute sieht, weiß einfach, dass sich Kinder hier wohlfühlen und gut lernen können.
Und keine Frage: Der 95. Schulgeburtstag wird gebührend gefeiert. Die Einladung zum Tag der offenen Tür am 7. September ist jetzt schon ausgesprochen. Ein Schulfest steigt in der 36. Kalenderwoche. Dann ist auch der Zirkus da, in dem die Schüler eigene Nummern trainieren und selbst auftreten werden. Das schönste ist, der ganze bunte Zirkus schlägt sein Quartier auf dem Schulgelände auf. Na dann: Allez hopp! Und gutes Gelingen.
Christine Färber





