Zum vierten Mal bereits fand dieser Tage – im Vorfeld des Welttages für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz am 28. April – die Sicherheitswoche auf dem Chemiestandort Leuna statt. Anliegen der Aktion, die von der InfraLeuna in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Unternehmen organisiert und durchgeführt wird, ist es, die hier Beschäftigten sowie die Mitarbeiter der temporär am Standort tätigen Fremdfirmen für das Thema Sicherheit zu sensibilisieren, das Bewusstsein für die Auswirkungen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten sowie deren Verhütung zu schärfen sowie deutlich zu machen, zu welchen Folgen es kommen kann, wenn die Sicherheitsvorschriften nicht eingehalten werden.
Das Thema Sicherheit spielt immer eine Rolle. »In dieser speziellen Woche aber wird verschärft darauf Kathrin Sommer, Leiterin des Servicebereichs Sicherheit der InfraLeuna. »Die Firmen nehmen die Angebote wahr. Sie wissen, dass dies das A und O ist. Insbesondere die produzierenden Unternehmen, die mit Gefahrstoffen umgehen, sind da als sehr sensible Arbeitgeber besonders gefragt.« Summa summarum ist sie zufrieden damit, wie die Woche gelaufen ist. In diesem Jahr hatten sich mehr Unternehmen beteiligt als in den Jahren davor. Die TotalEnergies-Raffinerie übrigens führt seit Jahren ihren eigenen Sicherheitstag durch. Dennoch, meint Kathrin Sommer, dass sie sich eine noch größere Teilnahme vorstellen könne. Eine Ermunterung der Firmen für das nächste Jahr?
Schulungen und Workshops weckten während der Aktionswoche ebenso das Interesse der Teilnehmer wie Vorträge zu Themen wie Erste Hilfe, Ernährungsmedizin, Vermeidung von Arbeitsunfällen, persönliche Schutzausrüstung der Werkfeuerwehr und mehr. Praxisnahe Vorführungen – unter anderem von der Firma Xervon, die »richtigen« und »falschen« Gerüstbau demonstrierte – zogen das Interesse auf sich. Die Werkfeuerwehr traf mit ihrem Workshop »Laien-Reanimation, stabile Seitenlage, Notruf, Unfallstellenabsicherung« ins Schwarze. Und die Firma Rutte Sicherungstechnik zeigte, wie die technische Absicherung von Gebäuden funktioniert und gab Einblicke in die mobile und stationäre ideoüberwachung.


Werksärztlichen Dienst der InfraLeuna
Aber nicht nur Interessantes gab es zu sehen und zu erleben, es gab auch knallharte Kontrollen. So warfen die Mitarbeiter des Werkschutzes einen strengen Blick auf die Einhaltung der Geschwindigkeit auf den Straßen innerhalb des Werkes, auf etwaigen Alkoholgenuss am Arbeitsplatz oder am Lenkrad, auf Parkverstöße und freie Feuerwehrzufahrten, auf die richtige Sicherung der Ladung, auf die komplette Einhaltung der Straßenverkehrsordnung und mehr.
Die Sicherheitswoche, die ihren Ursprung einst darin hatte, Fremdfirmen mit den Gepflogenheiten und den Sicherheitsvereinbarungen des Standortes bekannt zu machen, ist nun seit Jahren eine feste Größe: Sicherheit ist für die Firmen in Leuna das A und O und also alle Anstrengung wert.
Christine Färber





