(v.l.n.r.) Tino Haring, Geschäftsführer Kreisentwicklungsgesellschaft Saalekreis, Hartmut Handschak, Landrat Landkreis Saalekreis, Eyk Hasselwander, Geschäftsführer der G.U.T.- Gesellschaft für Umweltsanierungstechnologie mbH und Sebastian Müller-Bahr, Oberbürgermeister Merseburg, Foto:Vincent Grätsch

Start der Bohrungen für den künftigen Chemiepark in Merseburg

Die Entwicklung des neuen Chemieparks in Merseburg-Süd (Leuna III) schreitet voran. Aktuell haben die Bodenuntersuchungen auf dem Gelände begonnen. In den Monaten August und September werden auf dem 200 Hektar großen Areal mit Bohrgeräten zahlreiche Proben entnommen. Dabei werden zwei bis drei Bohrtrupps parallel auf dem Gelände arbeiten. Die Untersuchungen werden vom Kampfmitteldienst begleitet.

Mit den Bodenproben soll die Tragfähigkeit und der Aufbau des Untergrundes analysiert werden. Dies ist insbesondere wichtig im Hinblick auf das künftige Entwässerungskonzept, aber auch für die Erschließungsplanung. Zudem wird die Qualität des Bodens untersucht, um ein Nachnutzungskonzept, insbesondere für die landwirtschaftlich wertvollen Böden, zu entwickeln.

„Die Entwicklung des Chemieparks ist eines der wichtigsten Projekte im Strukturwandel im Saalekreis und auch für ganz Sachsen-Anhalt. Wir schaffen damit die Voraussetzungen für zukunftsfähige, innovative und gut bezahlte Arbeitsplätze“, so Hartmut Handschak, Landrat des Saalekreises.

Zuständig für die Entwicklung des Chemieparks Merseburg-Süd (Leuna III) ist die Kreisentwicklungsgesellschaft Saalekreis mbH unter der Geschäftsführung von Tino Haring. Die Gesellschaft arbeitet seit 2021 an dem Vorhaben. Hierfür wurde 2022 ein Fördermittelbescheid für das 200-Millionen-Euro-Projekt übergeben, davon werden 180 Millionen Euro aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen finanziert.

Für die erfolgreiche Umsetzung des Vorhabens arbeitet die Kreisentwicklungsgesellschaft eng mit der Stadt Merseburg und dem Landkreis Saalekreis zusammen, um den Bebauungsplan für den Chemiepark aufzustellen und den Grunderwerb zu organisieren.

„Natürlich ist die Entwicklung eines neuen Chemiegebietes ein langwieriger Prozess. Viele vorbereitende Maßnahmen werden öffentlich nicht so wahrgenommen, wie sie es verdient hätten. Es freut mich daher, dass nun erste Arbeiten auch auf dem Gelände sichtbar werden. Für die Stadt Merseburg ist die Entwicklung des Chemieparks von immenser Bedeutung“, betonte Sebastian Müller-Bahr, Oberbürgermeister der Stadt Merseburg.

Mit der Entwicklung des neuen Chemieparks sollen auf dem etwa 200 Hektar großen Areal Ansiedlungsflächen für Unternehmen, insbesondere aus der Biochemie und der Bioökonomie, geschaffen werden. Das Areal befindet sich in direkter Nachbarschaft zum bestehenden Chemiegebiet in Leuna.

Landkreis Saalekreis

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