Großer Andrang beim 14. Tag der offenen Tür – Mehr als 2.700 Tickets für Rund- und Zielfahrten genutzt
Leuna. Mehrere tausend Besucher haben am Samstag, 12. September, die Gelegenheit genutzt, einen Blick hinter die Werkstore des Chemiestandortes Leuna zu werfen. Gemeinsam mit der Stadt Leuna, der Wohnungswirtschaft Leuna GmbH und zahlreichen Standortunternehmen hatte die InfraLeuna GmbH zum mittlerweile 14. Tag der offenen Tür eingeladen. Verbunden war die Veranstaltung erneut mit dem Stadt- und Mieterfest.
Besonders groß war das Interesse an den moderierten Rundfahrten und den Zielfahrten zu einzelnen Unternehmen. Insgesamt wurden mehr als 2.700 kostenfreie Tickets genutzt. Bereits zur Mittagszeit waren die Karten für die Zielfahrten nahezu vollständig vergriffen.






Blick hinter die Werkstore
Zu den besonders gefragten Zielen gehörte die TotalEnergies Raffinerie Mitteldeutschland. Besucher erhielten dort Einblicke in Produktionsanlagen und Prozesse sowie in aktuelle Transformationsprojekte. Gleichzeitig wurde die Bedeutung der Raffinerie für die Energieversorgung und die regionale Wirtschaft erläutert.
Auch die DOW Olefinverbund GmbH, das Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP, Innospec Leuna, LEUNA-Harze, Linde und MVV Umwelt Asset öffneten ihre Türen. Neben dem Blick auf moderne Anlagen und industrielle Prozesse bot sich dabei die Möglichkeit, direkt mit Beschäftigten ins Gespräch zu kommen.
„Der große Zuspruch zeigt, wie eng der Chemiestandort mit Leuna und der gesamten Region verbunden ist“, erklärte InfraLeuna-Geschäftsführer Dr. Christof Günther. Gerade die persönlichen Begegnungen und die Möglichkeit, Transparenz über die Arbeit hinter den Werkstoren zu schaffen, machten den besonderen Wert des Tages aus.
Forschung und berufliche Perspektiven im Blick
InfraLeuna selbst stellte ihre vielfältigen Aufgaben als Standortbetreiber und Dienstleister vor. Informationen zu Karriere- und Ausbildungsmöglichkeiten gehörten ebenso zum Angebot wie Vorführungen und Einblicke bei Werkfeuerwehr und Logistik. Mehr als 30 Informationsstände, Mitmachangebote, Gastronomie und Musik ergänzten das Programm.
Erstmals war auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beim Tag der offenen Tür vertreten. Im Mittelpunkt stand die derzeit in Leuna entstehende Technologieplattform Power-to-Liquid-Kraftstoffe (TPP). Die Forschungs- und Demonstrationsanlage soll strombasierte Kraftstoffe herstellen. Für Schulkinder wurde der Weg vom Strom zum synthetischen Treibstoff mit einem Quiz anschaulich vermittelt.
Industrie und Stadt feiern gemeinsam
Auf dem Haupttorplatz sorgte das gemeinsame Stadt- und Mieterfest für ein umfangreiches Familienprogramm. Beim Städtewettbewerb von enviaM und MITGAS traten zudem der Dorfverein Ockendorf e. V. und der TSV Leuna e. V. für ihre gemeinnützigen Projekte in die Pedale. Wie die Vereine im Vergleich mit den teilnehmenden Kommunen abschneiden, steht noch nicht fest.
Leunas Bürgermeister Michael Bedla sah in der Veranstaltung ein sichtbares Zeichen für die enge Verbindung von Stadt und Industrie. Auch die Wohnungswirtschaft Leuna zog angesichts der großen Resonanz und der zahlreichen persönlichen Begegnungen eine positive Bilanz.
Nach dem erfolgreichen Veranstaltungstag steht bereits fest, wann sich die Werkstore wieder für die Öffentlichkeit öffnen sollen: Der nächste Tag der offenen Tür am Chemiestandort Leuna ist für Anfang September 2028 angekündigt.
Falk Morgenstern





