Während bei der TotalEnergies Raffinerie in Leuna planmäßiger Stillstand herrscht, investiert der Mutterkonzern in zwei Windkraftanlagen in der Nordsee. Das Unternehmen hat mit RWE eine Vereinbarung über den Erwerb einer 50-prozentigen Beteiligung an zwei Offshore-Windprojekten in der Nordsee unterzeichnet. Die beiden Projekte, N-9.1 (2 GW) und N-9.2 (2 GW), die 110 km vor der deutschen Küste liegen, wurden im August 2024 an RWE vergeben.

Die Akquisition ergänzt die bereits an RWE erteilten Konzessionen in Nord- und Ostsee (N-12.1, N-11.2 und O-2.2) und ermöglicht es TotalEnergies, die Synergien seines 6,5-GW-Offshore-Wind-Hubs in Deutschland zu nutzen und seine Bau- und Betriebskosten zu optimieren.
TotalEnergies hat nach der Eröffnung eines Renewable Energies Hubs in Hamburg auf der diesjährigen WindEnergy Messe Ende September auch die Namen der Offshore-Windprojekte bekannt gegeben, die das Unternehmen in der Nord- und Ostsee entwickeln wird: NordSee Energies 1, NordSee Energies 2 und OstSee Energies. Die drei Projekte erstrecken sich über eine Gesamtfläche von 450 km² und können mit einer Gesamtkapazität von 4,5 GW rund 4,5 Millionen Haushalte mit Strom versorgen. Die Konzessionen haben eine Laufzeit von 25 Jahren, die auf 35 Jahre verlängert werden kann.
Antoine Becker, Managing Director Offshore Wind bei TotalEnergies in Deutschland:
„Die neuen Namen wurden gewählt, um die Projekte eng mit der Identität von TotalEnergies zu verknüpfen und unsere Ambitionen für den Aufbau eines starken integrierten Stromgeschäfts in Deutschland zu symbolisieren, für den auch die Übernahmen von Quadra Energy, einem der drei führenden Unternehmen für die Erzeugung erneuerbarer Elektrizität, und von Kyon Energy, einem führenden Entwickler von Batteriespeicherlösungen, stehen. Die neuen Namen und Logos sollen die Projekte in ihrer maritimen Umgebung verankern und mit der historischen Expertise von TotalEnergies im sicheren Offshore-Betrieb verbinden.“
Olivier Jouny, SVP Renewables bei TotalEnergies:
„Wir freuen uns, unsere Beziehungen zu RWE, einem wichtigen Akteur im Bereich erneuerbare Energien und unserem Partner im OranjeWind-Projekt in den Niederlanden, zu stärken. Diese neue Partnerschaft trägt zu unserer integrierten Entwicklung auf dem deutschen Strommarkt, dem größten in Europa, bei und wird es TotalEnergies ermöglichen, grüne Elektrizität für die Dekarbonisierung des Stroms und der Industrie des Landes bereitzustellen.“
Sven Utermöhlen, CEO RWE Offshore Wind:
„Wir freuen uns, TotalEnergies als Partner bei der Umsetzung dieser großen Offshore-Windprojekte in unserem Heimatmarkt an Bord zu haben. Als Partner unseres niederländischen Offshore-Windprojekts OranjeWind teilt TotalEnergies unser Ziel, das Wachstum der Offshore-Windenergie weiter voranzutreiben, um die Energiewende in Deutschland und darüber hinaus zu beschleunigen. Unsere RWE-Teams werden ihre langjährige Erfahrung und ihr fundiertes Wissen einbringen, um die beiden Offshore-Windparks erfolgreich zu entwickeln und zu errichten.“
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat bereits Voruntersuchungen zur Meeresumwelt, zum Untergrund sowie zu den Wind- und ozeanografischen Bedingungen durchgeführt. Diese Daten werden RWE und TotalEnergies bei der Planung des Baus der Parks helfen, die 2031 bzw. 2032 in Betrieb gehen sollen.
Quelle: TotalEnergies





