In der TotalEnergies Raffinerie in Leuna laufen die Vorbereitungen für den Zwischenstillstand – auch Shutdown genannt – derzeit auf Hochtouren. Temporäre Hinweisschilder sind an den wichtigen Zufahrtsstraßen installiert, um Ortsunkundige zuverlässig zur Raffinerie zu führen. Auch zwei große Onboarding-Zelte für die rund 1.700 zusätzlichen Arbeitskräfte externer Firmen, die vor allem im September und Oktober auf dem TotalEnergies Gelände tätig sein werden, sind startklar. Und natürlich sind die letzten Vorbereitungen für die technische Umsetzung des Shutdowns 2024 in vollem Gange.
Was genau ist ein Shutdown und wie unterscheidet er sich vom Turnaround?
Ein Shutdown (Zwischenstillstand) ist eine geplante, regelmäßig stattfindende und zeitlich begrenzte Stilllegung von Anlagenteilen für Reinigungs- und Wartungsarbeiten, Katalysatorwechsel, Inspektionen und Reparaturen. Ein solcher Shutdown dauert in den jeweiligen Anlagenteilen etwa zwei bis drei Wochen und findet zwischen den größeren Turnarounds (Großstillstand) statt.
Ein Großstillstand ist deutlich umfangreicher, er dauert etwa sechs Wochen und findet alle sechs Jahre statt. Dabei werden neben den routinemäßigen Wartungsarbeiten größere Überholungen und technische Verbesserungen durchgeführt sowie neue Projekte in bestehende Anlagenteile eingebunden. Zu Hoch-Zeiten sind dabei rund 5.000 zusätzliche Arbeitskräfte auf dem Raffineriegelände tätig. Der nächste Turnaround für die TotalEnergies Raffinerie in Leuna ist für 2027 geplant.
Zur verkehrstechnischen Entlastung des Raffinerieumfeldes wurde gemeinsam mit den Behörden ein Verkehrsleitsystem mit temporären Schildern zu Anlieferungsorten und Parkplätzen sowie einem digitalen Zielführungssystem entwickelt.
Sicherheit steht für das Unternehmen immer an erster Stelle. Deshalb wurde für den Shutdown 2024 ein umfangreiches Sicherheitskonzept erstellt, um den Schutz aller Mitarbeitenden, Vertragspartner, Nachbarn und der Umwelt zu gewährleisten.
Zeitplan für den Shutdown 2024
In der POX-Methanol-Anlage wird am 6. September 2024 mit dem Abfahren der ersten Anlagen begonnen. Vor allem am 6. und 7. September ist dort mit erhöhter Fackelaktivität und Geräuschentwicklung zu rechnen. Im September und Oktober werden sukzessive Wartungsarbeiten und Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Durch die nacheinander stattfindende Außerbetriebnahme einzelner Anlagenteile kann es in diesem Zeitraum ebenfalls kurzzeitig zu erhöhter Fackelaktivität und erhöhten Geräuschpegeln kommen. Die Wieder-Inbetriebnahme der Anlagen startet voraussichtlich am 24. Oktober. In den Neuen Prozess-Anlagen (NPA) werden die Anlagen voraussichtlich vom 6. bis 11. Oktober 2024 außer Betrieb genommen. Auch in dieser Zeit ist mit erhöhten Fackelaktivitäten und Geräuschpegeln zu rechnen. Die Inbetriebnahme der Anlagen ist zwischen dem 29. Oktober und 2. November 2024 vorgesehen.
Das Unternehmen ist stets bemüht, die erhöhten Fackelaktivitäten und Geräuschentwicklungen, die insbesondere mit den Ab- und Anfahrvorgängen verbunden sind, so gering wie möglich zu halten und bedankt sich bereits im Vorfeld bei allen Anrainern für ihr Verständnis.
TotalEnergies





