160 Radler sammeln für krebskranke Kinder – herzlicher Empfang und zahlreiche Spenden in Leuna
Leuna. Ein großes Fahrerfeld, prominente Sportlerinnen und Sportler und vor allem ein gemeinsames Ziel: möglichst vielen krebskranken Kindern zu helfen. Am 8. August machte die „Tour der Hoffnung“ auf ihrem Weg durch Sachsen-Anhalt und Sachsen Station in Leuna. Rund 160 Unterstützerinnen und Unterstützer beteiligten sich in diesem Jahr an der traditionsreichen Benefiz-Radtour.
Gestartet war das Tourfeld am 6. August in Gießen. Über Magdeburg und Halle führte die Strecke nach Leuna, bevor es weiter in Richtung Kinderklinik Leipzig ging. Die Stadt hatte sich bereits Ende vergangenen Jahres bereit erklärt, Gastgeber eines Tourstopps zu werden.
In Leuna wurden die Radlerinnen und Radler sowie Organisatoren, Helfer, Polizei und Sanitäter herzlich empfangen. Zahlreiche örtliche Unternehmen, Vereine und Einrichtungen unterstützten den Aufenthalt. Dazu gehörten unter anderem die InfraLeuna GmbH, das cCe Kulturhaus Leuna, die Lebenshilfe Leuna-Merseburg, der Dorfverein Leuna-Ockendorf und der REWE-Markt Julia Hetzer.




Im Mittelpunkt stand das Sammeln von Spenden für krebs- und leukämiekranke Kinder. Der Bürgermeister überreichte einen symbolischen Spendenscheck über 1.000 Euro. Auch Vereine und Privatpersonen nutzten die Gelegenheit, die Spendensparschweine der Tour zu füllen.
Dabei kann die „Tour der Hoffnung“ auf eine lange Geschichte zurückblicken. Sie wurde 1983 von dem Mediziner Prof. Fritz Lampert ins Leben gerufen. Damals konnten nach Angaben der Stadt aufgrund unzureichender finanzieller Möglichkeiten lediglich zwei von zehn erkrankten Kindern gerettet werden. Heute seien es acht von zehn. Mit den Spendengeldern werden unter anderem Forschung, Krankenhäuser, betroffene Familien sowie Vereine und Verbände unterstützt.
Auch die diesjährige Tour brachte ein beeindruckendes Ergebnis: Weit mehr als eine Million Euro kamen im Verlauf der Benefizaktion zusammen.
Der Zwischenstopp in Leuna war dabei nicht nur vom Spendensammeln geprägt. Gemeinsam wurde gesungen, mit der Schauspielgruppe der Lebenshilfe getanzt und das Engagement für die erkrankten Kinder gefeiert. Die Stadt sprach von einem besonderen Gemeinschaftsgefühl und dankte allen Vereinen, Unternehmen, Helferinnen und Helfern, die den Tourstopp unterstützt hatten.
Hintergrund: Die „Tour der Hoffnung“ fand 2026 zum 44. Mal statt. Ihren Ursprung hat die Benefiz-Radtour im Jahr 1983, als Prof. Fritz Lampert mit einer Fahrt nach Hamburg öffentlich auf die Situation krebskranker Kinder aufmerksam machen wollte.
Falk Morgenstern





