Stefan Gräfe (li.) und Arwed Lindner vor dem neuen E-Auto des Werkschutzes der InfraLeuna GmbH Foto: Birgit Brockmann

Umweltfreundlicher Neuzugang im Werkschutz-Fuhrpark

In immer mehr Unternehmen spielt die E-Mobilität eine bedeutende Rolle. Sie ist zu einem wichtigen Baustein geworden, um die Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen und bietet zahlreiche Chancen nachhaltige Geschäftsmodelle voranzutreiben und gleichzeitig davon zu profitieren. Die InfraLeuna GmbH prüft momentan im Bereich Werkschutz die Einsatzmöglichkeiten und die Wirtschaftlichkeit eines E-Autos.  Seit Februar ergänzt dort ein solches Modell die Fahrzeugflotte des Fuhrparks.

Ende Mai treffe ich mich mit Arwed Lindner, Fachspezialist Werkschutz, um mir das Fahrzeug anzuschauen und mich über erste Erfahrungsberichte zu informieren. „Wir sind positiv überrascht. Unsere Erwartungen wurden übertroffen“, sagt er.  „Alle Mitarbeiter, die das E-Auto bisher gefahren haben, finden es toll.“

Bei den Vorteilen, die er nennt, ist das gut nachvollziehbar. Die Beschleunigung aus dem Stand erfolgt ohne Verzögerung. Das Fahrzeug bewegt sich sehr leise und fährt stufenlos. Das heißt, man braucht nicht schalten, wird weniger abgelenkt und kann sich voll aufs Fahren konzentrieren. „Allerdings sollte man die Geschwindigkeit im Auge behalten“, empfiehlt Arwed Lindner. „Das Auto ist sehr zügig.“ Auch die Ausstattung mit einer 360° Rückfahrkamera in Farbe sowie umfangreichen Assistenzsystemen lässt nichts zu wünschen übrig.
 
Soeben kommt Stefan Gräfe, Mitarbeiter im Werkschutz-Team, von einer Dienstfahrt zurück und lässt mich einen Blick ins Innere des Fahrzeugs werfen. Der Zweisitzer ist sehr geräumig und ausgestattet mit ergonomischen Sitzen in der Fahrerkabine, einer übersichtlichen Anordnung der Bedienelemente auf dem Armaturenbrett und einer großen Ladefläche im hinteren Bereich, die viel Platz bietet, z. B. für Einsatzkoffer und Absperrequipment.

Auch Stefan Gräfe kommt ins Schwärmen, wenn er über die Vorzüge des Neuzugangs in der Fahrzeugflotte spricht. „Wichtig bei der Anschaffung war uns auch die Bodenfreiheit. Bei den vielen Baustellen auf dem Werksgelände darf das Fahrzeug nicht zu niedrig sein“, sagt er. „Und es sollte von der Größe her nicht allzu sehr abweichen von den VW Caddys, die beim Werkschutz im Einsatz sind.“ Nach umfangreicher Recherche und der Abwägung des Preis-Leistungsverhältnisses fiel die Wahl auf den Nissan Townstar EV Kastenwagen.

Bisher wurde das E-Auto nur auf kurzen Routen getestet – für Pendelfahrten zwischen dem Hauptgebäude der InfraLeuna und dem Tor 6, Kurierfahrten auf dem Werksgelände oder Fahrdiensten. Im Schnitt kommen da fast täglich 20 km zusammen. Einmal waren es auch knapp über 100 km. Langzeitfahrten wurden noch nicht getestet. „Bislang fehlt uns dazu die notwendige Ladeinfrastruktur“, erklärt Arwed Lindner. „Wir laden das Fahrzeug ganz normal über ein Kabel an der Steckdose.“

In der zweiten Jahreshälfte ist geplant, am Tor 6 eine Schnellladesäule zu installieren.
Dadurch würde dann die Ladezeit, die momentan bei acht Stunden liegt, halbiert, informiert Stefan Gräfe. Auch der Kauf eines weiteren E-Autos im 4. Quartal ist in Planung.

Birgit Brockmann


InfraLeuna unterstützt kurzfristig weiteren Betrieb der DOMO-Anlagen in Leuna

InfraLeuna unterstützt kurzfristig weiteren Betrieb der DOMO-Anlagen in Leuna

Leuna 15. Januar 2026 – Seit der Insolvenzanmeldung der deutschen Tochtergesellschaften der DOMO Chemicals laufen am Chemiestandort Leuna umfangreiche Aktivitäten, um zentrale Unternehmensteile zu sichern und die Produktionsanlagen zu erhalten. Ziel ist es, die industrielle Substanz zu bewahren und eine tragfähige Perspektive für den Standort zu ermöglichen. Der Betrieb der Anlagen läuft seit Beginn der…

DOMO Chemicals Deutschland: Land ordnet Weiterbetrieb an – Produktion in Leuna läuft im Minimalbetrieb weiter

DOMO Chemicals Deutschland: Land ordnet Weiterbetrieb an – Produktion in Leuna läuft im Minimalbetrieb weiter

Die Produktionsanlagen von DOMO Chemicals in Deutschland können vorerst weiterlaufen – allerdings nur in einem Minimalbetrieb. Das Land Sachsen-Anhalt hat den Weiterbetrieb der Anlagen am Standort Leuna aus Gründen der Gefahrenabwehr angeordnet. Eine kurzfristige Stilllegung der Produktion ist damit zunächst vom Tisch. Hintergrund ist eine sicherheitskritische Lage: Nach Einschätzung der Behörden kann ein kontrolliertes Herunterfahren…

Energiesparmeister 2026

Energiesparmeister 2026

Bildungsministerium und Landesener­gieagentur suchen das beste Klimaschutzprojekt an Sachsen-Anhalts Schulen Welche Schule in Sachsen-Anhalt hat das beste Klimaschutzprojekt und holt sich den Landestitel „Energiesparmeister 2026“? Unter der Schirmherrschaft von Bildungsminister Jan Riedel werden ab sofort wieder kreative und nachhaltige Klimaschutz- und Energie­sparprojekte an Sachsen-Anhalts Schulen gesucht. Die Teilnahme lohnt sich, denn der Landessieger erhält ein…

UPM erreicht Meilenstein in Leuna: Start der kommerziellen Produktion von Holzchemikalien

UPM erreicht Meilenstein in Leuna: Start der kommerziellen Produktion von Holzchemikalien

UPM, ein weltweit führender Anbieter nachhaltiger Materiallösungen, hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: In seiner Bioraffinerie in Leuna (Deutschland) hat das Unternehmen die Produktion und Vermarktung kommerzieller Holzchemikalien aufgenommen. Damit startet die größte industrielle Investition im Bereich Biochemikalien in Europa offiziell in die nächste Phase – mit der Herstellung von Industriezuckern. Nachdem Anfang des Jahres 2025…

DOMO Chemicals Deutschland: Anlagen gehen in den Notbetrieb

DOMO Chemicals Deutschland: Anlagen gehen in den Notbetrieb

Die deutschen Standorte der DOMO-Chemicals-Gruppe werden mit sofortiger Wirkung heruntergefahren und in einen Notbetrieb versetzt. Hintergrund ist das Scheitern der Verhandlungen mit den Gläubigern über ein kurzfristiges Massedarlehen. Ohne die dringend benötigten finanziellen Mittel zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs sieht sich der vorläufige Insolvenzverwalter Prof. Dr. Lucas F. Flöther gezwungen, die Produktion umgehend stillzulegen. „Der Kontostand…