UPM, ein weltweit führender Anbieter nachhaltiger Materiallösungen, hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: In seiner Bioraffinerie in Leuna (Deutschland) hat das Unternehmen die Produktion und Vermarktung kommerzieller Holzchemikalien aufgenommen. Damit startet die größte industrielle Investition im Bereich Biochemikalien in Europa offiziell in die nächste Phase – mit der Herstellung von Industriezuckern.
Nachdem Anfang des Jahres 2025 der hydrothermale Abbau von Holz im industriellen Maßstab erfolgreich in Betrieb genommen wurde, läuft die Anlage nun stabil bei der Trennung von Lignin und Zuckern. Dieser Prozess ist eine zentrale Voraussetzung für die Weiterverarbeitung der Zucker zu erneuerbaren Glykolen sowie des Lignins zu funktionellen, biobasierten Füllstoffen.
„Leuna ist ein bedeutender Beweis für das Engagement von UPM, innovative und leistungsstarke biobasierte Materiallösungen zu skalieren. Unsere biochemischen Innovationen ermöglichen es uns, neue Märkte zu erschließen, langfristigen Wert zu schaffen und unsere Position als führender Anbieter nachhaltiger Materialien der nächsten Generation zu stärken“, sagt Massimo Reynaudo, Präsident und CEO von UPM. „Dieser Meilenstein ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Vollbetrieb der weltweit ersten kommerziellen Bioraffinerie, die Holz in biobasierte Chemikalien umwandelt.“
Insbesondere Konsumgütermarken zeigen großes Interesse an erneuerbaren Materialien mit hohem CO₂-Einsparpotenzial im Vergleich zu fossilen Produkten sowie bestehenden recycelten oder biobasierten Alternativen. Erneuerbare Glykole finden Anwendung unter anderem in PET-Verpackungen, Polyestertextilien und Kosmetika. Funktionelle Füllstoffe auf Ligninbasis können Ruß und Siliziumdioxid in Gummi- und Kunststoffanwendungen nachhaltig ersetzen.
UPM plant, in der ersten Hälfte des Jahres 2026 weitere kommerzielle Produkte aus Leuna auf den Markt zu bringen. Nach vollständiger Inbetriebnahme wird die Bioraffinerie jährlich rund 220.000 Tonnen fortschrittlicher Biochemikalien aus nachhaltig gewonnenem Hartholz produzieren.
Die Bioraffinerie Leuna spielt damit eine Schlüsselrolle beim Übergang von fossilen zu erneuerbaren Rohstoffen in zahlreichen Industrien. Gleichzeitig unterstützt sie die Ziele der Europäischen Union zur Dekarbonisierung und zur Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit – und positioniert biobasierte Innovationen als wichtigen Wachstumsmotor für Europa.
Falk Morgenstern





