5. Mitteldeutscher Wasserstoffkongress, Foto: Tom Schulze

Wasserstoffwirtschaft im Realitätscheck

5. Mitteldeutscher Wasserstoffkongress macht maßgebliche Projektfortschritte deutlich

Mehr als 450 Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung kamen am 21. August 2025 auf Einladung der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland und des HYPOS e.V. in Halle (Saale) zum 5. Mitteldeutschen Wasserstoffkongress zusammen. Im Mittelpunkt des Leitkongresses der regionalen Wasserstoffwirtschaft standen die industrielle Wertschöpfung rund um grünen Wasserstoff in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen und der geplante Aufbau des mitteldeutschen Wasserstoffnetzes.

„Die fünfte Auflage des mitteldeutschen Wasserstoff-Leitkongresses macht deutlich: Der Markthochlauf von grünem Wasserstoff bleibt anspruchsvoll, doch die Fortschritte beim Aufbau des Wasserstoff-Kernnetzes und das große Engagement regionaler Akteure zeigen, welches Potenzial in Mitteldeutschland steckt.

Die Region entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem zentralen Standort der deutschen Wasserstoffwirtschaft“, erklärt Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland.

„Mit dem diesjährigen Mitteldeutschen Wasserstoffkongress wird sichtbar, dass es verlässliche Rahmenbedingungen braucht, beispielswiese durch klare politische Vorgaben zur Ermöglichung und Absicherung von Investitionen in Wasserstoff. Die Projektfortschritte in Mitteldeutschland zeigen, dass das Zusammenspiel von wirtschaftlichem Engagement, technologischer Innovation und politischer Unterstützung essenziell für das Gelingen des Wasserstoff-Markthochlaufs ist“, so Axel Klug, Geschäftsführer des HYPOS e.V.

Zu Beginn des Kongresses diskutierten Thomas Wünsch, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, Mario Suckert, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum des Freistaats Thüringen, Dr. Dirk Orlamünder, Abteilungsleiter Energie, Klimaschutz und Bergbau im Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz des Freistaats Sachsen und Dominik Härle, Geschäftsführer Initiative für Wasserstoff in Ostdeutschland e.V. darüber, wie sich die Wasserstoffregion Ostdeutschland entwickelt.

Schwerpunkte dabei bildeten die spezifischen Pläne zum Aufbau der Wasserstoffwirtschaft, Förderprogramme und Fortschritte bei der Umsetzung der Landeswasserstoffstrategien.

Im Rahmen des zentralen Wasserstoff-Veranstaltung Mitteldeutschlands präsentierten darüber hinaus mehr als 30 Expertinnen und Experten in drei Sessions aktuelle Entwicklungen – von der Befüllung des Wasserstoff-Kernnetzes über regionale Erzeugungsprojekte bis hin zu innovativen Speicherlösungen und Anwendungen in Industrie und Mobilität. Zahlreiche Leuchtturmprojekte aus Mitteldeutschland und darüber hinaus gaben Einblicke in die Praxis und zeigten, wie der Wasserstoffhochlauf konkret Gestalt annimmt.

Pünktlich zum Kongress veröffentlichten die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland und HYPOS auch die 5. Auflage des Mitteldeutschen Wasserstoffatlas. Die rund 90 Seiten umfassende Publikation gibt mit mehr als 70 Projekten und Akteuren in den Bereichen Infrastruktur, Wertschöpfung, Forschung, Netzwerke und Weiterbildung einen umfassenden Überblick zu den aktuellen Wasserstoffaktivitäten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Möglich wurde der 5. Mitteldeutsche Wasserstoffkongress durch das Engagement zahlreicher Sponsoren, Partner und Aussteller: Premiumpartner der Veranstaltung war die ONTRAS Gastransport GmbH. Die Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt (LENA) beteiligte sich als Kooperationspartner an der Veranstaltung. Als Aussteller waren die BORSIG GmbH, die Brunel GmbH, die DBI-Gruppe, die DEKRA Automobil GmbH, die Endress+Hauser (Deutschland) GmbH+Co. KG, die Eurowind Energy GmbH, die Exxeta AG, die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Gas mbH, die TEAG Thüringer Energie AG, die TÜV SÜD Industrie Service GmbH, die VIONTA GmbH und die VNG AG vertreten. Logopartner waren die European Energy Exchange AG (EEX), die Enertrag SE, die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), der TÜV Thüringen e. V. und Weber Industrieller Rohrleitungsbau & Anlagenbau Merseburg GmbH & Co. KG. Als Medienpartner unterstützten H2News und der Wirtschaftsspiegel Thüringen.

In der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland engagieren sich strukturbestimmende Unternehmen, Städte und Landkreise, Kammern und Verbände sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit dem gemeinsamen Ziel einer nachhaltigen Entwicklung und Vermarktung der Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturregion Mitteldeutschland.

HYPOS ist das Netzwerk für alle Interessierten der Wasserstoffwirtschaft sowie Ihr erster Ansprechpartner zum Thema Grüner Wasserstoff in Mitteldeutschland und darüber hinaus. Das Konsortium kombiniert die Potenziale von kleinen und mittleren Unternehmen, Industrie und Großunternehmen sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Gemeinsam mit seinen über 170 Mitgliedern begleitet HYPOS den Markthochlauf des Grünen Wasserstoffs.

Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH

Starker Auftakt für die „Zukunftsschmiede Industriekultur“

Starker Auftakt für die „Zukunftsschmiede Industriekultur“

Fördermittelbescheid feierlich in Dessau übergeben Dessau/Bitterfeld-Wolfen. Mit einer feierlichen Übergabe des Fördermittelbescheids ist am Donnerstag in Dessau das Projekt „Zukunftsschmiede Industriekultur: Jugend gestaltet Wandel“ offiziell gestartet. Staatsminister Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt, würdigte das Vorhaben als wegweisenden Beitrag für Bildung, Strukturwandel und regionale Entwicklung. Das Projekt zählt zu…

»Die Hütte brennt«

»Die Hütte brennt«

Wir sprachen mit Nora Schmidt-Kesseler, Hauptgeschäftsführerin des Verbandes der Chemischen Industrie e.V. Landesverband Nordost über die Zukunft der Chemie in Sachsen-Anhalt.

AGROFERT investiert 120 Millionen Euro: Schulze stärkt Chemiestandort Sachsen-Anhalt in Prag

AGROFERT investiert 120 Millionen Euro: Schulze stärkt Chemiestandort Sachsen-Anhalt in Prag

Prag/Wittenberg. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hat bei einer Delegationsreise nach Prag erfolgreich für den Industriestandort seines Bundeslandes geworben. Im Mittelpunkt eines Treffens mit der Führung des tschechischen Industriekonzerns AGROFERT stand die Zukunft der Chemieindustrie – mit konkreten Ergebnissen für Sachsen-Anhalt: Der Konzern kündigte zusätzliche Investitionen in Höhe von insgesamt 120 Millionen Euro am Standort Lutherstadt…

Neugier im Klassenzimmer: Wenn Grundschüler zu kleinen Forschern werden

Neugier im Klassenzimmer: Wenn Grundschüler zu kleinen Forschern werden

Ministerpräsident Sven Schulze besucht die Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule in Leuna Leuna. Im Klassenzimmer summt ein 3D-Drucker, im Chemieraum steigt der Duft von gekochtem Rotkohl auf und auf den Tischen stehen Reagenzgläser neben Tablets. An der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule in Leuna gehört das Experimentieren zum Alltag. Davon überzeugte sich am Freitag auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) bei einem Besuch…

Großes Interesse beim ersten Bürgerdialog des CTC in Merseburg

Großes Interesse beim ersten Bürgerdialog des CTC in Merseburg

Mehr als 70 Bürgerinnen und Bürger folgten am 12. März 2026 der Einladung zum ersten Bürgerdialog des Center for the Transformation of Chemistry (CTC) in Sachsen-Anhalt. Die Veranstaltung an der Hochschule Merseburg stand unter dem Motto „Wandel regional spüren“ und bot der Öffentlichkeit erstmals einen umfassenden Einblick in den Aufbau des neuen Forschungs- und Innovationsstandorts.…